28.05.2019  |  Antragstellung Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) 2020

Das Ministerium für Ländlichen Raum hat das Jahresprogramm für 2020 zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ausgeschrieben. Hierbei sind die zentralen Ziele lebendige Ortskerne zu erhalten, zeitgemäßes Leben und Wohnen zu ermöglichen, eine wohnortnahe Versorgung zu sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Mit Blick auf die demographische Entwicklung sowie den fortschreitenden Flächenverbrauch wird der Fokus auf die Umnutzung bestehender und zwecklos gewordener Bausubstanz gelegt. Innen- und Ortskernentwicklung Ziel der Programmausschreibung 2020 ist es, innerörtliche Potenziale optimal zu nutzen, denn Innen- und Ortskernentwicklung sind von zentraler Bedeutung für vitale Städte und Gemeinden. Gute innerörtliche Bausubstanz ist zu erhalten und zu zeitgemäßem Wohnraum umzubauen. Baufällige Gebäude hingegen können weichen und Platz für Neues schaffen. Deshalb werden weiterhin prioritär Investitionen zur Schaffung von privatem Wohnraum gefördert. Im Fokus steht die innerörtlichen Nachverdichtung, also vorrangig Umnutzungen leerstehender Gebäude, Aufstockungen von Gebäuden sowie die Bebauung langjähriger Baulücken im Ortskern. Dies schließt auch Siedlungsflächen aus den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein, sofern diese mit dem Ortskern zusammengewachsen sind und einen entsprechenden Entwicklungsbedarf nachweisen.   Eigengenutzte Wohnungsbauprojekte förderfähig sind private eigengenutzte Wohnungsbauvorhaben oder für Verwandte ersten und zweiten Grades (Umnutzung, Modernisierung und Neubau) als auch Mietwohnungen zur Fremdnutzung (Umnutzung und Modernisierung). Bauvorhaben im Bestand, die in der Gebäudeeinheit ausschließlich Mietwohnungen oder neben eigengenutzten Wohnungen mehr als eine Mietwohnung enthalten, sind als „marktrelevant“ zu betrachten. Eine Förderung ist nur eingeschränkt möglich. Nicht zuwendungsfähig sind Mietwohnungen zur Fremdnutzung in Neubauvorhaben, d.h. die nicht durch Umnutzung bestehender Bausubstanz entstehen.  

 

Es können beispielsweise folgende Wohnbauvorhaben gefördert werden:

- Umnutzung einer Scheune zu Wohnzwecken, Umnutzung anderer Räumlichkeiten, z.B. ehemalige gewerbliche Nutzung zu Wohnzwecken

- Ausbau bislang eines ungenutzten Dachgeschosses zur familiengerechten Wohnung

- umfassende Modernisierung zur Schaffung zeitgemäßer Wohnverhältnisse

- Abbruch eines Gebäudes zur Wiederbebauung mit einem Wohnhaus Lokale Grundversorgung, Dorfgasthäuser, Metzgereien und Bäckereien.

 

Die Versorgung mit Waren und Dienstleistungen ist und bleibt ein wichtiger Standortfaktor für den Ländlichen Raum. Vor allem Dorfläden, Metzgereien und Bäckereien sind wichtige Einrichtungen zur Grundversorgung. Zur Grundversorgung können auch Ärzte, Physiotherapeuten, Handwerksbetriebe zählen. Projekte aus diesem Förderschwerpunkt erhalten einen Fördervorrang. Die Gastronomie dient besonders im Ländlichen Raum nicht nur der Versorgung und Verpflegung der Bevölkerung, sondern ist für die Menschen vor Ort auch wichtiger Treffpunkt für gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen. Dorfgasthäuser sind ein Kulturgut, das erhalten werden muss. Sie stärken Lebensqualität und Lebendigkeit unserer Dörfer. So erhalten Investitionen in Dorfgasthäuser erhalten ebenfalls eine hohe Priorität bei der Vergabe der Fördermittel. Gewerbliche Vorhaben Im Förderschwerpunkt Arbeiten soll vorrangig die Entflechtung störender Gemengelagen im Ortskern gefördert werden, zum Beispiel die Verlagerung eines emissionsstarken Betriebs in das nahegelegene Gewerbegebiet. Die frei werdende innerörtliche Fläche kann dann anschließend einer nachbarschaftsverträglichen Nachnutzung zugeführt werden.

 

Investitionsvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen, die zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen dienen und vor allem in Verbindung mit der Entflechtung unverträglicher Gemengelagen sowie die Reaktivierung von Gewerbebrachen stehen, können durch dieses Programm gefördert werden. Bei Interesse können Sie sich mit Herrn Andreas Hödl, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, unter der Telefon-Nr. 07431/160-1020 oder Email andreas.hoedl@albstadt.de in Verbindung setzen. Anträge können bei der Stadt Albstadt bis zum 13. September 2019 gestellt werden. Weitere Informationen zum Thema ELR finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de/ELR.    

 

 

 

 zurück
Direkt-Link: