Krematorium

Das Krematorium für Albstadt und Umgebung


Gebäude

Das Friedhofsgebäude mit Krematorium auf dem Friedhof in Albstadt-Ebingen wurde 1981 erbaut. Die Baukosten betrugen rd. 5,9 Mio. DM. Der Gebäudekomplex beinhaltet eine Aussegnungshalle mit 200 Sitzplätzen, einen Raum für Trauerfeiern in kleinerem Rahmen, 10 Aufbahrungsräume, Räume für Angehörige und Geistliche, Betriebs- und Personalräume, Fahrzeug- und Gerätehallen sowie die Betriebsräume des Krematoriums. Das Krematorium dient seither der Feuerbestattung von jährlich über Tausend Verstorbenen aus Albstadt und Umgebung.


Umweltschutz

Durch Vorschriften im Umweltschutz mit der 27. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung wurde im Jahr 2000 eine Rauchgasreinigungsanlage nachgerüstet, wodurch ein Gebäudeanbau notwendig wurde. Damit ist gewährleistet, dass die vorgeschriebenen Grenzwerte der Abluft eingehalten werden. Die optimale Steuerung des Verbrennungsvorgangs unter Einsatz moderner Technik, kontinuierliche Messungen und Aufzeichnung der Abluftwerte sind daher Grundvoraussetzung für einen ordnungsgemäßen Betrieb.


Neue Ofenanlage

Im Januar 2020 wurde der bisherige Elektroofen durch einen neuen modernen gasbefeuerten Etagenofen ersetzt. Damit entspricht die Ofenanlage dem neuesten Stand der Technik. Vorteile ergeben sich insbesondere durch Einsparungen im Energieverbrauch, einer Verkürzung der jeweiligen Kremationsdauer und einer flexibleren Handhabung. Mit der neuen Ofenanlage ist die Stadt auf die fortwährend steigenden Einäscherungszahlen gut vorbereitet.


Zweite Leichenschau

Vor der Einäscherung wird für die Erlaubnis zur Feuerbestattung nach dem Bestattungsgesetz für Baden-Württemberg eine nach der Bestattungsverordnung vorgeschriebene zweite Leichenschau durch vom Gesundheitsamt ermächtigte Ärzte durchgeführt. Im Krematorium Albstadt wird die zweite Leichenschau mindestens 3 Mal wöchentlich - bei Bedarf täglich - durchgeführt.


Sicherstellung der Identität der Asche

Jede Einäscherung erfolgt separat, wobei dem Sarg ein nummerierter Schamottestein beigegeben wird, der mit der Asche in die Urne kommt. Somit ist die Identität von Verstorbenen mit der Asche sichergestellt. Nach Abkühlung der Asche in einem Aschebehälter wird diese in die Urne abgefüllt. Die Urne selbst wird mit der Nummer des Einäscherungs-Verzeichnisses, dem Namen, dem Geburts- und Sterbedatum und dem Tag der Einäscherung dauerhaft beschriftet.


Dauer der Einäscherung

Die Einäscherung des Leichnams im Sarg dauert im gasbetriebenen Ofen etwa 60 Minuten.


Bereitstellung der Urne

Die Urne steht in der Regel innerhalb von 3 Werktagen nach der Einlieferung für die Beisetzung bereit.

Die Asche wird in einer cremefarbenen Naturstoffurne bereitgestellt, welche in der Einäscherungsgebühr enthalten ist. Nach Wunsch können die Angehörigen beim Bestatter zusätzlich eine Schmuckurne erwerben.


Sichtfenster

Angehörige können über ein Sichtfenster das Einfahren des Sarges mitverfolgen. Entsprechende Termine können mit der Friedhofsleitung vereinbart werden.


Umgang mit Einäscherungsrückständen (Implantate, Metalle, Edeltmetalle)

Da nach der Überführung des Leichnams zur Feuerbestattung die mit Verstorbenen eingelieferten Wertgegenstände (z.B. Schmuck, Zahnersatz, sonstige edelmetallhaltige Körperersatzstücke oder Ähnliches) mit eingeäschert werden, ist eine Rückgabe grundsätzlich nicht mehr möglich.

Mit Einverständnis des Bestimmungsberechtigten werden nach der Einäscherung verbleibende Reste solcher Gegenstände stofflich verwertet. Der Erlös wird für gemeinnützige Zwecke dem städtischen Stiftungsvermögen zugeführt.

Bei fehlendem Einverständnis werden die nicht verbrannten urnengängigen Metalle in der Asche belassen. Nicht urnengängige Metalle (z.B. künstliche Gelenke oder Ähnliches) werden entnommen und separat beigesetzt.


Feuerbestattung in Albstadt

Angehörige von Verstorbenen in Albstadt gehen in aller Regel davon aus, dass ihre Verstorbenen im Krematorium in Albstadt eingeäschert werden. Wie in anderen Branchen auch, ist unter den Krematorien im Land ein Wettbewerb entstanden, der dazu führt, dass Verstorbene, meist aus finanziellen Gründen, zum Teil über weite Wege, auch mit Sammeltransporten, zu einem auswärtigen Krematorium transportiert werden. Die Asche wird in der Regel mit der Post an den beauftragten Bestatter oder an den Friedhof zur Beisetzung übersandt. Für den Gemeinderat der Stadt Albstadt ist der Transport von Verstorbenen in weiter entfernte Krematorien allein unter finanziellen Aspekten nicht mit der Würde des Toten und der Pietät (Respekt und Ehrfurcht Toten gegenüber) vereinbar. Die Stadt ist deshalb mit dem Wunsch an die einheimischen Bestattungs-unternehmen herangetreten, den Angehörigen von Verstorbenen in Albstadt transparent zu machen, dass seitens des Bestattungsunternehmens die Einäscherung grundsätzlich im Krematorium in Albstadt veranlasst wird, wenn es nicht der ausdrückliche Wunsch der Angehörigen ist, dass die Einäscherung in einem anderen Krematorium stattfindet.

Mit einer Selbstverpflichtungserklärung sind diesem Wunsch bisher die nachstehenden Bestattungsunternehmen nachgekommen:

  • Bestattungen Helmut Bär, Albstadt-Ebingen
  • Bestattungshaus Werner & Hilde Bär, Sigmaringen
  • Brobeil Bestattungen GmbH, Albstadt-Ebingen
  • Bestattungen Friedrich Eisele, Scheer
  • Grom Bestattungen, Meßstetten
  • Schreinerei/Bestattungen Koch GmbH, Winterlingen
  • Bestattungen Lorch, Albstadt-Tailfingen
  • Ott Bestattungen GmbH, Sigmaringen
  • Günter Sieber Bestattungen, Stetten a.k.M./Sigmaringen
  • Bestattungen Josef Steinhart, Gammertingen-Harthausen
  • Bestattungen Siegfried Weigold, Bitz
  • Wizemann Bestattungen, Balingen

>> Formular "Antrag auf Erlaubnis zur Feuerbestattung"


Kontakt
Krematorium Albstadt
Buchenweg 20
72458 Albstadt

Tel. 07431 - 160 - 3720
E-Mail: krematorium@albstadt.de