Kunstmuseum der Stadt Albstadt - Vorschau

Wann genau das Kunstmuseum nach der Baumaßnahme seine Pforten öffnen kann, steht noch nicht fest, wohl aber die Ausstellung zur Wiedereröffnung:


HIP TO BE SQUARE
Figur und Abstraktion von Ackermann bis Antes

Winter 2020/21

Von der Reduktion auf geometrische Grundformen über die surreale Verwandlung bis zur frei erfundenen „Kunstfigur“ – mit kaum einem Thema hat sich die Kunst des 20. Jahrhunderts so intensiv und vielseitig auseinandergesetzt wie mit der Abstraktion des menschlichen Körpers. Das Quadrat (englisch „square“) und der kubisch abstrahierte Mensch stehen für die avantgardistische Rebellion gegen akademische Normen und für kreativen Nonkonformismus. Im Gegensatz zum gleichnamigen Song der Pop-Band Huey Lewis & the News (1986), die mit der ironischen Aussage „es ist angesagt, ein Spießer zu sein“ ihr braves Image aufs Korn nahm, ist der Titel der Ausstellung ganz wörtlich gemeint.

Zur Wiedereröffnung nach der Baumaßnahme zeigt das Kunstmuseum Albstadt grafische Werke aus der Sammlung und ergänzende Leihgaben, die sich unter anderem dem Expressionismus, Kubismus, Surrealismus, Informel, der Neuen Figuration und den Neuen Wilden zuordnen lassen. Das Schaffen von Künstlern wie zum Beispiel Max Ackermann (1887–1975) und Horst Antes (*1936) offenbart einen paradoxen Zusammenhang: Je mehr sich die Figur in Form und Farbe von der Lebenswirklichkeit entfernt, desto mehr gewinnt sie an Präsenz und Ausdruck. Sie behauptet sich als Bildwesen, das nur im Raum der Kunst existieren kann.

Abbildungen:
Links: Max Ackermann, Strandkabine, 1929, Grafit, gewischt, Stiftung Sammlung Walther Groz; rechts: Horst Antes, Aus der Mappe „Symbiosion", 1965/67, Farblithografie, Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann (Fotos: Lengeger, Albstadt)

 

Wann genau das Kunstmuseum nach der Baumaßnahme seine Pforten öffnen kann, steht noch nicht fest, wohl aber die Ausstellung zur Wiedereröffnung:

HIP TO BE SQUARE
Figur und Abstraktion von Ackermann bis Antes

Winter 2020/21

Von der Reduktion auf geometrische Grundformen über die surreale Verwandlung bis zur frei erfundenen „Kunstfigur“ – mit kaum einem Thema hat sich die Kunst des 20. Jahrhunderts so intensiv und vielseitig auseinandergesetzt wie mit der Abstraktion des menschlichen Körpers. Das Quadrat (englisch „square“) und der kubisch abstrahierte Mensch stehen für die avantgardistische Rebellion gegen akademische Normen und für kreativen Nonkonformismus. Im Gegensatz zum gleichnamigen Song der Pop-Band Huey Lewis & the News (1986), die mit der ironischen Aussage „es ist angesagt, ein Spießer zu sein“ ihr braves Image aufs Korn nahm, ist der Titel der Ausstellung ganz wörtlich gemeint.

Zur Wiedereröffnung nach der Baumaßnahme zeigt das Kunstmuseum Albstadt grafische Werke aus der Sammlung und ergänzende Leihgaben, die sich unter anderem dem Expressionismus, Kubismus, Surrealismus, Informel, der Neuen Figuration und den Neuen Wilden zuordnen lassen. Das Schaffen von Künstlern wie zum Beispiel Max Ackermann (1887–1975) und Horst Antes (*1936) offenbart einen paradoxen Zusammenhang: Je mehr sich die Figur in Form und Farbe von der Lebenswirklichkeit entfernt, desto mehr gewinnt sie an Präsenz und Ausdruck. Sie behauptet sich als Bildwesen, das nur im Raum der Kunst existieren kann.

Abbildungen:
Links: Max Ackermann, Strandkabine, 1929, Grafit, gewischt, Stiftung Sammlung Walther Groz; rechts: Horst Antes, Aus der Mappe „Symbiosion", 1965/67, Farblithografie, Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann (Fotos: Lengeger, Albstadt)