Kunstmuseum der Stadt Albstadt - Vorschau

Big Bang – Ein Universum moderner Druckgrafik
Die Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann

26. Juni bis 3. Oktober 2022

Seine Sammlung ist ein Universum moderner Druckgrafik: Gerhard Hartmann (*1932) studierte Gebrauchsgrafik an der Kunstakademie Karlsruhe, als er in den frühen 1950er Jahren vom Studienkollegen und Heckel-Schüler, Rolf Neuer, seine erste Lithografie erwarb. Dies war der Big Bang, der zur Entstehung einer bedeutenden Privatsammlung führte. Gerhard Hartmann machte es sich zur Lebensaufgabe, das internationale Kunstgeschehen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf möglichst universelle Weise abzubilden. Angezogen vom Renommee der damals noch jungen Städtischen Galerie Albstadt (heute Kunstmuseum Albstadt) als Hort der grafischen Künste, übergab er dem Museum 1994 seine noch im Wachsen begriffene Kollektion zunächst als Dauerleihgabe. Heute bildet die gestiftete Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann mit rund 4.500 Blättern einen Grundpfeiler des Bestandes. Zum 90. Geburtstag des in Lindau lebenden Mäzens präsentiert das Kunstmuseum Albstadt eine repräsentative Auswahl druckgrafischer Einzel- und Mappenwerke in einer Ausstellung mit Katalog. Gezeigt wird ein breites Spektrum vom Realismus bis zum Informel sowie moderne Tierdarstellungen aus der Spezialsammlung von Brigitte Hartmann.

Im Vorfeld der Schau findet ein Vermittlungsprojekt statt: Big Bang – Neue Welten im experimentellen Druck. Workshops | Ausstellung | Social Media-Videos (20. März bis 26. Juni 2022).

Abbildung: Gustave Singier, Sonnenblüte, 1957, Farblithografie, Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann, Foto: Niels P. Carstensen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022




Storytelling – Kunst und kreatives Schreiben
Ein Projekt mit Ausstellung, Workshop & Events

Im Rahmen der Literaturtage Albstadt „zu(m) Wort kommen“ (13. bis 27. November 2022)

Wegen der laufenden Baumaßnahme stehen Start und Laufzeit der Ausstellung noch nicht fest – danke für Ihr Verständnis!

Im Projekt Storytelling entfalten Kunstwerke ihre inspirierende Kraft. Eine Ausstellung wird zur Literatur-Werkstatt. Werke aus der Sammlung des Kunstmuseums Albstadt, Leihgaben und zeitgenössische Arbeiten, die extra für diese Schau entstanden sind, regen zum kreativen Schreiben an und verschmelzen mit Texten zu einer erzählerischen Einheit. Die Autorin Isa Theobald nimmt die Impulse der Kunstwerke auf und verfasst eine Kurzgeschichte. Sie leitet außerdem einen dreitätigen Workshop, bei dem literarische Neulinge ebenso willkommen sind wie erfahrene Schreiber*innen. Am Ende des Kurses findet eine Lesung vor Publikum statt, bei der Isa Theobald und die Teilnehmenden ihre Texte vortragen. Auch unabhängig vom Workshop ist die vielseitige Schau mit gegenständlichen und abstrakten Kunstwerken einen Besuch wert.

Isa Theobald (*1977) ist Schriftstellerin, Lektorin, Schauspielerin und Erste Vorsitzende des Phantastik-Autoren-Netzwerk e.V. Sie lebt und arbeitet im Saarland, wo sie auch noch kocht, Krimi-Dinner veranstaltet, Seifen siedet, mit Feuer tanzt, absonderliche Hobbys und ebensolche Menschen sammelt und im Großen und Ganzen sehr viel Freude am Leben hat. Als Buchhändlerin arbeitet sie im legendären Drachenwinkel in Dillingen an der Saar.

Abb.: Inessa Emmer, „Margarethe“, 2020 und „Der Kawenzmann“, 2021, Farbholzschnitte, Fotos: Kathrin Edwards, © bei der Künstlerin


Eckhard Froeschlin
Die zweite Stimme – Dichterbilder und Bücher

23. Oktober 2022 bis 29. Januar 2023

Im Rahmen der Literaturtage Albstadt „zu(m) Wort kommen“ (13. bis 27. November 2022)

Die Literatur und das Buch sind im künstlerischen Werk von Eckhard Froeschlin allgegenwärtig. Auf Reisen entstehen Unikatbücher mit Aquarellzeichnungen. In der Radier- und Druckwerkstatt erschafft Froeschlin Porträts von Dichtern und Schriftstellerinnen sowie Künstlerbücher in niedriger Auflage mit handgesetzten Bleilettern und Original-Grafik. Froeschlin versteht das Buch als eine „Gesamt-Partitur“, in der sich die „erste Stimme“ des Dichters mit seiner eigenen, ebenbürtigen „zweiten Stimme“ zu einem Gesamtkunstwerk verbindet. Nach dem Montage-Prinzip blendet er literarische Motive, eigene Reiseeindrücke, Textfragmente und abstrakte Strukturen ineinander und lässt hierdurch einzigartige Bildwelten entstehen. Froeschlin beherrscht und erweitert die klassischen Radiertechniken auf unkonventionelle Art, zum Beispiel mit Sprühlack-Aquatinta, mit Umdruck-Ätzungen von digital bearbeiteten Vorlagen und mit der Flex. Die Entstehungsprozesse sind komplex, aber intuitiv und allen Radierungen wohnt eine malerische Leichtigkeit inne.

In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Singen erscheint das gleichnamige Katalogbuch.

Abb.: Mehrseitige Farbradierung im Künstlerbuch „Heinrich von Kleist – Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“ von Eckhard Froeschlin aus dem Jahr 2016, Foto: Niels P. Carstensen, VG Bild-Kunst, Bonn 2022


Kristin Grothe – Raumvision
10. Felix-Hollenberg-Preis


Wegen der laufenden Baumaßnahme stehen Start und Laufzeit der Ausstellung noch nicht fest – danke für Ihr Verständnis!

Zur Vergabe des 10. Felix-Hollenberg-Preises widmet das Kunstmuseum Albstadt der in Neumünster lebenden Künstlerin Kristin Grothe (*1972) eine Ausstellung mit Katalog. Grothe erschafft in ihren grafischen Arbeiten Raumvisionen aus Architektur und Landschaft. Diese erwecken den Eindruck von abstrahierten Veduten, also Darstellungen real existierender Gebäude und Gegenden, stellen sich bei eingehender Betrachtung aber als fiktive Konstruktionen heraus. Mit der gleichen Vehemenz, mit welcher die Radiererin ihre Kupferplatten bearbeitet, behandelt sie auch das Papier. Sie strapaziert den Bildträger bis über die Grenzen der Belastbarkeit. Grothe druckt multiple Radierungen übereinander und, indem sie schleift, schabt und reißt, löscht sie gedruckte Strichlagen wieder aus. In ihrem Werk geht der Tiefdruck fließend in die Handzeichnung über. Grothe erzeugt räumliche Illusionen aus perspektivischen Überlagerungen und trägt mit sichtbaren Arbeitspuren gleichzeitig zu ihrer Dekonstruktion bei.
Die Stadt Albstadt vergibt seit 1992 den Felix-Hollenberg-Preis an Kunstschaffende, die sich auf dem Feld der zeitgenössischen Druckgrafik und insbesondere auf dem Gebiet der Radierung verdient machen. Er ist benannt nach dem Landschaftsradierer Felix Hollenberg (1868–1945), dessen umfangreiches Archiv im Kunstmuseum Albstadt bewahrt wird. Die Tochter des Künstlers, Dr. Erika Schad-Hollenberg, und ihr Mann haben 1991 durch eine Stiftung die Preisvergabe ins Leben gerufen.

Abb.: Kristin Grothe, ohne Titel, 2013, Radierung, Monotypie, Kreide, geschliffene, geschnittene Zeichnung auf Büttenpapier, Foto: Künstlerin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022

 

 

 

 

 

 

 



Big Bang – Ein Universum moderner Druckgrafik
Die Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann

26. Juni bis 3. Oktober 2022

Seine Sammlung ist ein Universum moderner Druckgrafik: Gerhard Hartmann (*1932) studierte Gebrauchsgrafik an der Kunstakademie Karlsruhe, als er in den frühen 1950er Jahren vom Studienkollegen und Heckel-Schüler, Rolf Neuer, seine erste Lithografie erwarb. Dies war der Big Bang, der zur Entstehung einer bedeutenden Privatsammlung führte. Gerhard Hartmann machte es sich zur Lebensaufgabe, das internationale Kunstgeschehen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf möglichst universelle Weise abzubilden. Angezogen vom Renommee der damals noch jungen Städtischen Galerie Albstadt (heute Kunstmuseum Albstadt) als Hort der grafischen Künste, übergab er dem Museum 1994 seine noch im Wachsen begriffene Kollektion zunächst als Dauerleihgabe. Heute bildet die gestiftete Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann mit rund 4.500 Blättern einen Grundpfeiler des Bestandes. Zum 90. Geburtstag des in Lindau lebenden Mäzens präsentiert das Kunstmuseum Albstadt eine repräsentative Auswahl druckgrafischer Einzel- und Mappenwerke in einer Ausstellung mit Katalog. Gezeigt wird ein breites Spektrum vom Realismus bis zum Informel sowie moderne Tierdarstellungen aus der Spezialsammlung von Brigitte Hartmann.

Im Vorfeld der Schau findet ein Vermittlungsprojekt statt: Big Bang – Neue Welten im experimentellen Druck. Workshops | Ausstellung | Social Media-Videos (20. März bis 26. Juni 2022).

Abbildung: Gustave Singier, Sonnenblüte, 1957, Farblithografie, Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann, Foto: Niels P. Carstensen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022


Storytelling – Kunst und kreatives Schreiben
Ein Projekt mit Ausstellung, Workshop & Events

Im Rahmen der Literaturtage Albstadt „zu(m) Wort kommen“ (13. bis 27. November 2022)

Wegen der laufenden Baumaßnahme stehen Start und Laufzeit der Ausstellung noch nicht fest – danke für Ihr Verständnis!

Im Projekt Storytelling entfalten Kunstwerke ihre inspirierende Kraft. Eine Ausstellung wird zur Literatur-Werkstatt. Werke aus der Sammlung des Kunstmuseums Albstadt, Leihgaben und zeitgenössische Arbeiten, die extra für diese Schau entstanden sind, regen zum kreativen Schreiben an und verschmelzen mit Texten zu einer erzählerischen Einheit. Die Autorin Isa Theobald nimmt die Impulse der Kunstwerke auf und verfasst eine Kurzgeschichte. Sie leitet außerdem einen dreitätigen Workshop, bei dem literarische Neulinge ebenso willkommen sind wie erfahrene Schreiber*innen. Am Ende des Kurses findet eine Lesung vor Publikum statt, bei der Isa Theobald und die Teilnehmenden ihre Texte vortragen. Auch unabhängig vom Workshop ist die vielseitige Schau mit gegenständlichen und abstrakten Kunstwerken einen Besuch wert.

Isa Theobald (*1977) ist Schriftstellerin, Lektorin, Schauspielerin und Erste Vorsitzende des Phantastik-Autoren-Netzwerk e.V. Sie lebt und arbeitet im Saarland, wo sie auch noch kocht, Krimi-Dinner veranstaltet, Seifen siedet, mit Feuer tanzt, absonderliche Hobbys und ebensolche Menschen sammelt und im Großen und Ganzen sehr viel Freude am Leben hat. Als Buchhändlerin arbeitet sie im legendären Drachenwinkel in Dillingen an der Saar.

Abb.: Inessa Emmer, „Margarethe“, 2020 und „Der Kawenzmann“, 2021, Farbholzschnitte, Fotos: Kathrin Edwards, © bei der Künstlerin


Eckhard Froeschlin
Die zweite Stimme – Dichterbilder und Bücher

23. Oktober 2022 bis 29. Januar 2023

Im Rahmen der Literaturtage Albstadt „zu(m) Wort kommen“ (13. bis 27. November 2022)

Die Literatur und das Buch sind im künstlerischen Werk von Eckhard Froeschlin allgegenwärtig. Auf Reisen entstehen Unikatbücher mit Aquarellzeichnungen. In der Radier- und Druckwerkstatt erschafft Froeschlin Porträts von Dichtern und Schriftstellerinnen sowie Künstlerbücher in niedriger Auflage mit handgesetzten Bleilettern und Original-Grafik. Froeschlin versteht das Buch als eine „Gesamt-Partitur“, in der sich die „erste Stimme“ des Dichters mit seiner eigenen, ebenbürtigen „zweiten Stimme“ zu einem Gesamtkunstwerk verbindet. Nach dem Montage-Prinzip blendet er literarische Motive, eigene Reiseeindrücke, Textfragmente und abstrakte Strukturen ineinander und lässt hierdurch einzigartige Bildwelten entstehen. Froeschlin beherrscht und erweitert die klassischen Radiertechniken auf unkonventionelle Art, zum Beispiel mit Sprühlack-Aquatinta, mit Umdruck-Ätzungen von digital bearbeiteten Vorlagen und mit der Flex. Die Entstehungsprozesse sind komplex, aber intuitiv und allen Radierungen wohnt eine malerische Leichtigkeit inne.

In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Singen erscheint das gleichnamige Katalogbuch.

Abb.: Mehrseitige Farbradierung im Künstlerbuch „Heinrich von Kleist – Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“ von Eckhard Froeschlin aus dem Jahr 2016, Foto: Niels P. Carstensen, VG Bild-Kunst, Bonn 2022


Kristin Grothe – Raumvision
10. Felix-Hollenberg-Preis


Wegen der laufenden Baumaßnahme stehen Start und Laufzeit der Ausstellung noch nicht fest – danke für Ihr Verständnis!

Zur Vergabe des 10. Felix-Hollenberg-Preises widmet das Kunstmuseum Albstadt der in Neumünster lebenden Künstlerin Kristin Grothe (*1972) eine Ausstellung mit Katalog. Grothe erschafft in ihren grafischen Arbeiten Raumvisionen aus Architektur und Landschaft. Diese erwecken den Eindruck von abstrahierten Veduten, also Darstellungen real existierender Gebäude und Gegenden, stellen sich bei eingehender Betrachtung aber als fiktive Konstruktionen heraus. Mit der gleichen Vehemenz, mit welcher die Radiererin ihre Kupferplatten bearbeitet, behandelt sie auch das Papier. Sie strapaziert den Bildträger bis über die Grenzen der Belastbarkeit. Grothe druckt multiple Radierungen übereinander und, indem sie schleift, schabt und reißt, löscht sie gedruckte Strichlagen wieder aus. In ihrem Werk geht der Tiefdruck fließend in die Handzeichnung über. Grothe erzeugt räumliche Illusionen aus perspektivischen Überlagerungen und trägt mit sichtbaren Arbeitspuren gleichzeitig zu ihrer Dekonstruktion bei.
Die Stadt Albstadt vergibt seit 1992 den Felix-Hollenberg-Preis an Kunstschaffende, die sich auf dem Feld der zeitgenössischen Druckgrafik und insbesondere auf dem Gebiet der Radierung verdient machen. Er ist benannt nach dem Landschaftsradierer Felix Hollenberg (1868–1945), dessen umfangreiches Archiv im Kunstmuseum Albstadt bewahrt wird. Die Tochter des Künstlers, Dr. Erika Schad-Hollenberg, und ihr Mann haben 1991 durch eine Stiftung die Preisvergabe ins Leben gerufen.

Abb.: Kristin Grothe, ohne Titel, 2013, Radierung, Monotypie, Kreide, geschliffene, geschnittene Zeichnung auf Büttenpapier, Foto: Künstlerin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022