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Kunstmuseum der Stadt Albstadt - Aktuelle Ausstellungen
Kunstmuseum der Stadt Albstadt - Aktuelle Ausstellungen

Seit der Teilöffnung am 16. Oktober 2021 ist das Kunstmuseum Albstadt wieder auf drei Etagen zugänglich. Die Baumaßnahme setzt sich u.a. in den Dachgeschossen noch fort.


Kristin Grothe – Raumvision
10. Felix-Hollenberg-Preis

10. Dezember 2022 bis 14. Mai 2023

Zur Vergabe des 10. Felix-Hollenberg-Preises widmet das Kunstmuseum Albstadt der in Neumünster lebenden Künstlerin Kristin Grothe (*1972) eine Ausstellung mit Katalog. Grothe erschafft in ihren grafischen Arbeiten Raumvisionen aus Architektur und Landschaft. Diese erwecken den Eindruck von abstrahierten Veduten, also Darstellungen real existierender Gebäude und Gegenden, stellen sich bei eingehender Betrachtung aber als fiktive Konstruktionen heraus. Mit der gleichen Vehemenz, mit welcher die Radiererin ihre Kupferplatten bearbeitet, behandelt sie auch das Papier. Sie strapaziert den Bildträger bis über die Grenzen der Belastbarkeit. Grothe druckt multiple Radierungen übereinander und indem sie schleift, schabt und reißt, löscht sie gedruckte Strichlagen wieder aus. In ihrem Werk geht der Tiefdruck fließend in die Handzeichnung über. Grothe erzeugt räumliche Illusionen aus perspektivischen Überlagerungen und trägt mit sichtbaren Arbeitsspuren gleichzeitig zu ihrer Dekonstruktion bei.
Die Stadt Albstadt vergibt seit 1992 den Felix-Hollenberg-Preis an Kunstschaffende, die sich auf dem Feld der zeitgenössischen Druckgrafik und insbesondere auf dem Gebiet der Radierung verdient machen. Er ist benannt nach dem Landschaftsradierer Felix Hollenberg (1868–1945), dessen umfangreiches Archiv im Kunstmuseum Albstadt bewahrt wird. Die Tochter des Künstlers, Dr. Erika Schad-Hollenberg, und ihr Mann haben 1991 durch eine Stiftung die Preisvergabe ins Leben gerufen.

Faltblatt zur Ausstellung inkl. Programm und Einladung zur Vernissage.

Der Katalog zur Ausstellung:
Kristin Grothe – Raumvision. 10. Felix-Hollenberg-Preis, mit einem Beitrag von Dr. Maren Welsch, Hrsg. Dr. Kai Hohenfeld, Veröffentlichungen des Kunstmuseums Albstadt, Nr. 188/2022.

Erhältlich für 15 € an der Museumskasse, auf Bestellung per Mail oder auf AbeBooks.com, zzgl. 5 € Porto und Verpackung.

 

 

 

 

 

Abb.: Raumansicht der Ausstellung Kristin Grothe – Raumvision. 10. Felix-Hollenberg-Preis, © VG Bild-Kunst, Bonn 2023, Foto: Niels P. Carstensen


Eckhard Froeschlin
Die zweite Stimme – Dichterbilder und Bücher

23. Oktober 2022 bis 19. März 2023 (verlängert)

Im Rahmen der Literaturtage Albstadt „zu(m) Wort kommen“ (10. bis 29. November 2022)

Die Literatur und das Buch sind im künstlerischen Werk von Eckhard Froeschlin allgegenwärtig. Auf Reisen entstehen Unikatbücher mit Aquarellzeichnungen. In der Radier- und Druckwerkstatt erschafft Froeschlin Porträts von Dichtern und Schriftstellerinnen sowie Künstlerbücher in niedriger Auflage mit handgesetzten Bleilettern und Original-Grafik. Froeschlin versteht das Buch als eine „Gesamt-Partitur“, in der sich die „erste Stimme“ des Dichters mit seiner eigenen, ebenbürtigen „zweiten Stimme“ zu einem Gesamtkunstwerk verbindet. Nach dem Montage-Prinzip blendet er literarische Motive, eigene Reiseeindrücke, Textfragmente und abstrakte Strukturen ineinander und lässt hierdurch einzigartige Bildwelten entstehen. Froeschlin beherrscht und erweitert die klassischen Radiertechniken auf unkonventionelle Art, zum Beispiel mit Sprühlack-Aquatinta, mit Umdruck-Ätzungen von digital bearbeiteten Vorlagen und mit der Flex. Die Entstehungsprozesse sind komplex, aber intuitiv und allen Radierungen wohnt eine malerische Leichtigkeit inne.

In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Singen erscheint das gleichnamige Katalogbuch.

Faltblatt mit Programm

Abb.: Mehrseitige Farbradierung im Künstlerbuch „Heinrich von Kleist – Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“ von Eckhard Froeschlin aus dem Jahr 2016, Foto: Niels P. Carstensen, VG Bild-Kunst, Bonn 2022


Faltblatt mit Vermittlungsprogramm und Einladung zur Vernissage zum Download.

Mit allen Sinnen – Wie nehmen wir unsere Welt wahr?
9. Oktober 2022 bis 3. Oktober 2023

Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen - durch die fünf menschlichen Sinne entdecken wir die Welt. Wir können die Natur in leuchtenden Farben sehen, unseren Lieblingssongs lauschen, frisch gemahlenen Kaffee riechen sowie saure Zitrone auf der Zunge schmecken. Die wärmenden Sonnenstrahlen spüren wir ebenso auf unserer Haut wie den eisigen Wind und fühlen Geborgenheit, wenn wir Familie und Freunde umarmen. Auch in der Kunst spielen die Sinne eine wichtige Rolle – seit dem 17. Jahrhundert sind allegorische Darstellungen davon sehr beliebt – und im Wechselspiel von Sinnen und Kunst wird die Welt in einer besonderen Weise erfahrbar.

Doch was geschieht, wenn die Sinne eingeschränkt sind? Wie verändert dies unsere Wahrnehmung? Schärfen sich zum Ausgleich die anderen Sinne? Die Ausstellung im jungen kunstraum setzt sich mit diesen und weiteren Fragen auseinander. Gleichzeitig entdecken wir unsere eigene Wahrnehmung: Die Kunst wird nicht nur über das Sehen erfahren. Bei den interaktiven Kunstwerken der Reutlinger Künstlerin Michaela Ruhrmann ist anfassen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Neben visuellen und haptischen, werden auch olfaktorische und akustische Reize in der Schau angesprochen. Entdeckerfreudige Kunstbegeisterte sind zum Erkunden mit allen Sinnen eingeladen.

Zur Ausstellung erscheint ein Mitmach-Heft für Kinder, das mit kreativen Aufgaben und Rätseln die Auseinandersetzung mit der Kunst spielerisch fördert.

Abb.: Maria Caspar-Filser, Obstgarten (Baumwiese im Pfarrgarten von Lautlingen), um 1905, Öl auf Leinwand, Dauerleihgabe Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW)/Landratsamt Zollernalbkreis , Foto: Niels P. Carstensen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022.

 

 

 

Seit der Teilöffnung am 16. Oktober 2021 ist das Kunstmuseum Albstadt wieder auf drei Etagen zugänglich. Die Baumaßnahme setzt sich – u.a. in den Dachgeschossen noch fort.


Kristin Grothe – Raumvision
10. Felix-Hollenberg-Preis

10. Dezember 2022 bis 14. Mai 2023

Zur Vergabe des 10. Felix-Hollenberg-Preises widmet das Kunstmuseum Albstadt der in Neumünster lebenden Künstlerin Kristin Grothe (*1972) eine Ausstellung mit Katalog. Grothe erschafft in ihren grafischen Arbeiten Raumvisionen aus Architektur und Landschaft. Diese erwecken den Eindruck von abstrahierten Veduten, also Darstellungen real existierender Gebäude und Gegenden, stellen sich bei eingehender Betrachtung aber als fiktive Konstruktionen heraus. Mit der gleichen Vehemenz, mit welcher die Radiererin ihre Kupferplatten bearbeitet, behandelt sie auch das Papier. Sie strapaziert den Bildträger bis über die Grenzen der Belastbarkeit. Grothe druckt multiple Radierungen übereinander und indem sie schleift, schabt und reißt, löscht sie gedruckte Strichlagen wieder aus. In ihrem Werk geht der Tiefdruck fließend in die Handzeichnung über. Grothe erzeugt räumliche Illusionen aus perspektivischen Überlagerungen und trägt mit sichtbaren Arbeitsspuren gleichzeitig zu ihrer Dekonstruktion bei.
Die Stadt Albstadt vergibt seit 1992 den Felix-Hollenberg-Preis an Kunstschaffende, die sich auf dem Feld der zeitgenössischen Druckgrafik und insbesondere auf dem Gebiet der Radierung verdient machen. Er ist benannt nach dem Landschaftsradierer Felix Hollenberg (1868–1945), dessen umfangreiches Archiv im Kunstmuseum Albstadt bewahrt wird. Die Tochter des Künstlers, Dr. Erika Schad-Hollenberg, und ihr Mann haben 1991 durch eine Stiftung die Preisvergabe ins Leben gerufen.

Faltblatt zur Ausstellung inkl. Programm und Einladung zur Vernissage.

Der Katalog zur Ausstellung:
Kristin Grothe – Raumvision. 10. Felix-Hollenberg-Preis, mit einem Beitrag von Dr. Maren Welsch, Hrsg. Dr. Kai Hohenfeld, Veröffentlichungen des Kunstmuseums Albstadt, Nr. 188/2022.

Erhältlich für 15 € an der Museumskasse, auf Bestellung per Mail oder auf AbeBooks.com, zzgl. 5 € Porto und Verpackung.

 

 

 

 

 

Abb.: Raumansicht der Ausstellung Kristin Grothe – Raumvision. 10. Felix-Hollenberg-Preis, © VG Bild-Kunst, Bonn 2023, Foto: Niels P. Carstensen


Eckhard Froeschlin
Die zweite Stimme – Dichterbilder und Bücher

23. Oktober 2022 bis 19. März 2023 (verlängert)

Im Rahmen der Literaturtage Albstadt „zu(m) Wort kommen“ (10. bis 29. November 2022)

Die Literatur und das Buch sind im künstlerischen Werk von Eckhard Froeschlin allgegenwärtig. Auf Reisen entstehen Unikatbücher mit Aquarellzeichnungen. In der Radier- und Druckwerkstatt erschafft Froeschlin Porträts von Dichtern und Schriftstellerinnen sowie Künstlerbücher in niedriger Auflage mit handgesetzten Bleilettern und Original-Grafik. Froeschlin versteht das Buch als eine „Gesamt-Partitur“, in der sich die „erste Stimme“ des Dichters mit seiner eigenen, ebenbürtigen „zweiten Stimme“ zu einem Gesamtkunstwerk verbindet. Nach dem Montage-Prinzip blendet er literarische Motive, eigene Reiseeindrücke, Textfragmente und abstrakte Strukturen ineinander und lässt hierdurch einzigartige Bildwelten entstehen. Froeschlin beherrscht und erweitert die klassischen Radiertechniken auf unkonventionelle Art, zum Beispiel mit Sprühlack-Aquatinta, mit Umdruck-Ätzungen von digital bearbeiteten Vorlagen und mit der Flex. Die Entstehungsprozesse sind komplex, aber intuitiv und allen Radierungen wohnt eine malerische Leichtigkeit inne.

In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Singen erscheint das gleichnamige Katalogbuch.

Faltblatt mit Programm

Abb.: Mehrseitige Farbradierung im Künstlerbuch „Heinrich von Kleist – Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“ von Eckhard Froeschlin aus dem Jahr 2016, Foto: Niels P. Carstensen, VG Bild-Kunst, Bonn 2022


Faltblatt mit Vermittlungsprogramm und Einladung zur Vernissage zum Download.

Mit allen Sinnen – Wie nehmen wir unsere Welt wahr?
9. Oktober 2022 bis 3. Oktober 2023

Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen - durch die fünf menschlichen Sinne entdecken wir die Welt. Wir können die Natur in leuchtenden Farben sehen, unseren Lieblingssongs lauschen, frisch gemahlenen Kaffee riechen sowie saure Zitrone auf der Zunge schmecken. Die wärmenden Sonnenstrahlen spüren wir ebenso auf unserer Haut wie den eisigen Wind und fühlen Geborgenheit, wenn wir Familie und Freunde umarmen. Auch in der Kunst spielen die Sinne eine wichtige Rolle – seit dem 17. Jahrhundert sind allegorische Darstellungen davon sehr beliebt – und im Wechselspiel von Sinnen und Kunst wird die Welt in einer besonderen Weise erfahrbar.

Doch was geschieht, wenn die Sinne eingeschränkt sind? Wie verändert dies unsere Wahrnehmung? Schärfen sich zum Ausgleich die anderen Sinne? Die Ausstellung im jungen kunstraum setzt sich mit diesen und weiteren Fragen auseinander. Gleichzeitig entdecken wir unsere eigene Wahrnehmung: Die Kunst wird nicht nur über das Sehen erfahren. Bei den interaktiven Kunstwerken der Reutlinger Künstlerin Michaela Ruhrmann ist anfassen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Neben visuellen und haptischen, werden auch olfaktorische und akustische Reize in der Schau angesprochen. Entdeckerfreudige Kunstbegeisterte sind zum Erkunden mit allen Sinnen eingeladen.

Zur Ausstellung erscheint ein Mitmach-Heft für Kinder, das mit kreativen Aufgaben und Rätseln die Auseinandersetzung mit der Kunst spielerisch fördert.

Abb.: Maria Caspar-Filser, Obstgarten (Baumwiese im Pfarrgarten von Lautlingen), um 1905, Öl auf Leinwand, Dauerleihgabe Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW)/Landratsamt Zollernalbkreis , Foto: Niels P. Carstensen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022.