Kunstmuseum der Stadt Albstadt - Aktuelle Ausstellungen

Seit der Teilöffnung am 16. Oktober 2021 ist das Kunstmuseum Albstadt wieder auf drei Etagen zugänglich. Die Baumaßnahme setzt sich – u.a. in den Dachgeschossen – noch mindestens bis zum Jahreswechsel fort.


 

JÜRGEN PALMTAG – Panorama produktiver Abschweifungen
16. Oktober bis 12. Dezember 2021

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Panorama produktiver Abschweifungen – eine 15 Meter breite bedruckte Kunststoffplane als erläuterungsfreie Bilderstrecke, auf der Jürgen Palmtag (*1951) Arbeiten und Aktivitäten der letzten Jahre präsentiert. Es handelt sich sozusagen um einen raumgreifenden, großen Katalog als Dokumentation seines Interessenspektrums. Palmtag inszeniert die Vielfalt und Breite seiner Themen und zeigt eine persönliche ‚Retrospektive‘ der vergangenen zwei Jahrzehnte, in der alles drin ist, vom Kali-Berg bei Neuhof bis hin zu HELL COMES TO FROG TOWN und Jersey Trail, ergänzt um Originalarbeiten verschiedenster Formate.

Zur Ausstellung erscheint ein Künstler-Magazin (29 €), auch als handsignierte Sonderedition mit eingelegter Original-Graphik (180 €) erhältlich. Link zum PDF der Einladungskarte


Abb.: Ausstellungsansicht mit Werken von Gert Wiedmaier, Jürgen Palmtag, Karin Bilyk, Günther Karcher, Oliver Grajewski und Michael Papenhoff (Foto: Niels P. Carstensen)

Albspaziergang – Gegenwart und Landschaftsblick
16. Oktober 2021 bis 16. Januar 2022

Touristenströme und Truppenübungsplätze, die Durchdringung der Natur durch wachsende Ortschaften, Straßen, Industriebauten und -brachen prägen heute das Landschaftsbild mit. Als Verkehrsteilnehmer nehmen wir Landschaft anders wahr. Und zusammen mit Flüchtlingen, die es aus fernen Ländern auf die Schwäbische Alb verschlagen hat, muss die Frage nach Heimat neu gestellt werden.

Das Landschaftsbild der Schwäbischen Alb aus der eigenen Zeit heraus zu entdecken, dazu haben sich Künstlerinnen und Künstler immer wieder neu herausgefordert gesehen. Die einzigartige Spezialsammlung des Kunstmuseums Albstadt (mit ihren historischen Linien von Matthäus Merian d.Ä. bis Christian Landenberger) schreibt die Kunstgeschichte in unsere Gegenwart fort und legt in der aktuellen Ausstellung einen Schwerpunkt auf Werke der letzten vierzig Jahre.

Werke u.a. von Ludmilla von Arseniew, Karin Bilyk, Alexander Bremer, Oliver Grajewski, Caroline von Grone, O.W. Himmel, Katharina Hinsberg, Karl Hurm, Günther Karcher, Susanne Kessler, Katharina Krenkel, Roland Milkau, Jürgen Palmtag, Käthe Rominger-Schneider, Christoph Seidel, Werner Schmal, Fritz Steißlinger, Gabriele Straub und Gert Wiedmaier sowie Rückblicke u.a. auf Werke von Peter Jacob Büttgen, Maria Caspar-Filser, Robert von Haug, Christian Landenberger, Matthäus Merian.


Abb.: Ausstellungsansicht junger kunstraum: ELEMENTAR! (Foto: Niels P. Carstensen)

Junger Kunstraum ELEMENTAR! Feuer, Erde, Wasser, Luft – Wiederaufnahme
16. Oktober bis 14. November 2021

Hier geht es zum jungen kunstraum



Danuta Karsten, Zwischen Himmel und Erde, 2020, Rauminstallation, Kath. Pfarrkirche St. Johannes Baptist, Albstadt (Lautlingen) (Foto: Niels P. Carstensen)

Danuta Karsten – Zwischen Himmel und Erde
Rauminstallation in der Kath. Kirche St. Johannes Baptist
1. August bis 25. Oktober 2020 (verlängert)

Am Schloss 8, 72459 Albstadt (Lautlingen)
Öffnungszeiten: täglich 8–18 Uhr

Die heutige Kirche St. Johannes Baptist wurde 1912/13 als dreischiffige Hallenkirche nach Plänen von Friedrich Wilhelm Laut und Hugo Schlösser erbaut. Die Vorgängerkirche war 1911 durch ein schweres Erdbeben zerstört worden. Die neue Kirche greift zwar barocke Formelemente im Sinne der damals aktuellen Heimatkunst-Bewegung auf. Diese war darauf bedacht, Neubauten behutsam in die bauliche Tradition und die landschaftliche Umgebung eines Orts einzufügen. Von der Konstruktion her ist die Kirche jedoch hochmodern: Sie ist einer der ersten Sakralbauten in Eisenbeton im deutschen Südwesten, wodurch eine besonders große Spannweite des Gewölbes möglich wurde und ein überaus lichter Hallenraum entstand.

Zwischen Himmel und Erde schwebt eine Wolke aus Brot: Tausende von Backoblaten antworten, angeordnet über dem Mittelschiff, auf die Rundung des Chors im Osten der Kirche, der auch den Tabernakel birgt. Die schwebende Form reißt den Blick nach oben.

Bauherr der Kirche war vor gut hundert Jahren Pfarrer Albert Pfeffer. Als Vorsitzender des Diözesankunstvereins pflegte er zahlreiche Künstlerkontakte, insbesondere zu dem in München lebenden Maler Karl Caspar (1879–1956). Sein Gemälde Mannalese entstand genau zur Erbauungszeit der Kirche und tritt nunmehr in einen Dialog mit dem Werk von Danuta Karsten.

Karl Caspar formuliert die Mannalese aus dem Alten Testament als Vor-Bild zum Abendmahl im Neuen Testament. Die Mitte des Bildes gibt den Blick frei auf eine Anhöhe. Dort hat Moses die Hände zum Gebet erhoben. Der Himmel ist von farbigem Licht durchflutet. Im Buch Exodus, das den Auszug der Israeliten aus Ägypten ins Gelobte Land erzählt, heißt es: „Als sich die Israeliten zur Wüste hinwandten, siehe, da erschien die Herrlichkeit Gottes in Form einer Wolke. Jahwe sprach zu Mose: Ich habe das Murren der Israeliten gehört ... morgen früh sollt ihr euch mit Brot sättigen. So sollt ihr erkennen, dass ich, Jahwe, euer Gott bin.“ (Ex 16,12) Diese Herrlichkeit Gottes entfaltet Caspar in einer Symphonie aus farbigem Licht in einem Himmel, über dem sich aus dem Dunkel ein Regenbogen erhebt, so groß, dass er die Größe des Bildes sprengt. Das Licht scheint auf der Erde zu reflektieren: der Himmel auf Erden im Licht Gottes.

Danuta Karsten hält im Schweben ihrer Wolkenform die Balance, den Ausgleich zwischen erdenschwerem Fallen und Emporgerissen-Werden zum Licht im tausendfach geteilten Brot. Bewusst ist das Werk nicht im Altarraum verortet, sondern über dem Kirchenschiff, dem Raum der Menschen, der Gemeinde, der einzelnen Betenden.

Die Installation Zwischen Himmel und Erde von Danuta Karsten, so streng durchkompo­niert sie einerseits erscheint, lässt allen, die sie betrachten, eine große Offenheit an Be­zügen in Raum und Zeit, ebenso wie zum ei­genen Erleben. Dabei spielt die aus Polen stammende Künstlerin mit dem Verbergen und dem Öffnen des Raumes in unendliche Weiten und verbindet, ganz ohne Worte, Materialität und Transzendenz. Mit den Mitteln einer Kunst unserer Zeit eröffnet sie die spirituellen Energien dieses Raumes.



Susanne Kessler, Drei Landschaftstränen, 2019–20, Stahl, je 340 x 220 x 10 cm
(Foto: Niels P. Carstensen)

Susanne Kessler – Drei Landschaftstränen

An der Schmiecha beim Hallenbad, Albstadt (Ebingen)

Die Drei Landschaftstränen von Susanne Kessler werden von der Stadt Albstadt angekauft und verweisen an der Schmiechastraße beim Hallenbad nun dauerhaft auf die besondere Lage Albstadts an der Europäischen Hauptwasserscheide. – In die Träne als Urform der Quelle sind in die drei hintereinander gestaffelten Plastiken Landschaftslinien eingeschrieben, wie metallene Großzeichnungen. Nach einem Besuch in Albstadt schreibt die Künstlerin 2019 in einer Mail:

Ich möchte den Prototyp einer Landschaft bauen: ein Landschaftsmodul – wie ein Kürzel, ein Zeichen für Berg, kleinere Flüsse, in einen größeren Fluss einfließend, einen See. Am liebsten würde ich drei identische Module herstellen, die erst einmal gestaffelt aufgebaut werden, in einer räumlichen Tiefe von etwa 5 m. Gestaffelt deshalb, weil ich dann von der platten Linie ausgehend eine Räumlichkeit auf einfachste Weise erzeuge, die der Landschaftsperspektive ähnlich ist.

Immer wieder hat Susanne Kessler das Wasser als Ursprung und Lebensader fasziniert, unabdingbar für das Leben von Mensch und Natur. Der Tropfen ist dabei die kleinste Einheit, die Träne das Äquivalent, mit dem der Mensch selbst gleichsam zur Quelle wird. So ist das Große, das in die Weite der Landschaft und der Länder Ausgreifende, bereits im Kleinen – Tropfen und Träne – angelegt.

Seit der Teilöffnung am 16. Oktober 2021 ist das Kunstmuseum Albstadt wieder auf drei Etagen zugänglich. Die Baumaßnahme setzt sich – u.a. in den Dachgeschossen – noch mindestens bis zum Jahreswechsel fort.


 

JÜRGEN PALMTAG – Panorama produktiver Abschweifungen
16. Oktober bis 12. Dezember 2021

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Panorama produktiver Abschweifungen – eine 15 Meter breite bedruckte Kunststoffplane als erläuterungsfreie Bilderstrecke, auf der Jürgen Palmtag (*1951) Arbeiten und Aktivitäten der letzten Jahre präsentiert. Es handelt sich sozusagen um einen raumgreifenden, großen Katalog als Dokumentation seines Interessenspektrums. Palmtag inszeniert die Vielfalt und Breite seiner Themen und zeigt eine persönliche ‚Retrospektive‘ der vergangenen zwei Jahrzehnte, in der alles drin ist, vom Kali-Berg bei Neuhof bis hin zu HELL COMES TO FROG TOWN und Jersey Trail, ergänzt um Originalarbeiten verschiedenster Formate.

Zur Ausstellung erscheint ein Künstler-Magazin (29 €), auch als handsignierte Sonderedition mit eingelegter Original-Graphik (180 €) erhältlich. Link zum PDF der Einladungskarte


Abb.: Ausstellungsansicht mit Werken von Gert Wiedmaier, Jürgen Palmtag, Karin Bilyk, Günther Karcher, Oliver Grajewski und Michael Papenhoff (Foto: Niels P. Carstensen)

Albspaziergang – Gegenwart und Landschaftsblick
16. Oktober 2021 bis 16. Januar 2022

Touristenströme und Truppenübungsplätze, die Durchdringung der Natur durch wachsende Ortschaften, Straßen, Industriebauten und -brachen prägen heute das Landschaftsbild mit. Als Verkehrsteilnehmer nehmen wir Landschaft anders wahr. Und zusammen mit Flüchtlingen, die es aus fernen Ländern auf die Schwäbische Alb verschlagen hat, muss die Frage nach Heimat neu gestellt werden.

Das Landschaftsbild der Schwäbischen Alb aus der eigenen Zeit heraus zu entdecken, dazu haben sich Künstlerinnen und Künstler immer wieder neu herausgefordert gesehen. Die einzigartige Spezialsammlung des Kunstmuseums Albstadt (mit ihren historischen Linien von Matthäus Merian d.Ä. bis Christian Landenberger) schreibt die Kunstgeschichte in unsere Gegenwart fort und legt in der aktuellen Ausstellung einen Schwerpunkt auf Werke der letzten vierzig Jahre.

Werke u.a. von Ludmilla von Arseniew, Karin Bilyk, Alexander Bremer, Oliver Grajewski, Caroline von Grone, O.W. Himmel, Katharina Hinsberg, Karl Hurm, Günther Karcher, Susanne Kessler, Katharina Krenkel, Roland Milkau, Jürgen Palmtag, Käthe Rominger-Schneider, Christoph Seidel, Werner Schmal, Fritz Steißlinger, Gabriele Straub und Gert Wiedmaier sowie Rückblicke u.a. auf Werke von Peter Jacob Büttgen, Maria Caspar-Filser, Robert von Haug, Christian Landenberger, Matthäus Merian.


Abb.: Ausstellungsansicht junger kunstraum: ELEMENTAR! (Foto: Niels P. Carstensen)

Junger Kunstraum ELEMENTAR! Feuer, Erde, Wasser, Luft – Wiederaufnahme
16. Oktober bis 14. November 2021

Hier geht es zum jungen kunstraum



Danuta Karsten, Zwischen Himmel und Erde, 2020, Rauminstallation, Kath. Pfarrkirche St. Johannes Baptist, Albstadt (Lautlingen) (Foto: Niels P. Carstensen)

Danuta Karsten – Zwischen Himmel und Erde
Rauminstallation in der Kath. Kirche St. Johannes Baptist
1. August bis 25. Oktober 2020 (verlängert)

Am Schloss 8, 72459 Albstadt (Lautlingen)
Öffnungszeiten: täglich 8–18 Uhr

Die heutige Kirche St. Johannes Baptist wurde 1912/13 als dreischiffige Hallenkirche nach Plänen von Friedrich Wilhelm Laut und Hugo Schlösser erbaut. Die Vorgängerkirche war 1911 durch ein schweres Erdbeben zerstört worden. Die neue Kirche greift zwar barocke Formelemente im Sinne der damals aktuellen Heimatkunst-Bewegung auf. Diese war darauf bedacht, Neubauten behutsam in die bauliche Tradition und die landschaftliche Umgebung eines Orts einzufügen. Von der Konstruktion her ist die Kirche jedoch hochmodern: Sie ist einer der ersten Sakralbauten in Eisenbeton im deutschen Südwesten, wodurch eine besonders große Spannweite des Gewölbes möglich wurde und ein überaus lichter Hallenraum entstand.

Zwischen Himmel und Erde schwebt eine Wolke aus Brot: Tausende von Backoblaten antworten, angeordnet über dem Mittelschiff, auf die Rundung des Chors im Osten der Kirche, der auch den Tabernakel birgt. Die schwebende Form reißt den Blick nach oben.

Bauherr der Kirche war vor gut hundert Jahren Pfarrer Albert Pfeffer. Als Vorsitzender des Diözesankunstvereins pflegte er zahlreiche Künstlerkontakte, insbesondere zu dem in München lebenden Maler Karl Caspar (1879–1956). Sein Gemälde Mannalese entstand genau zur Erbauungszeit der Kirche und tritt nunmehr in einen Dialog mit dem Werk von Danuta Karsten.

Karl Caspar formuliert die Mannalese aus dem Alten Testament als Vor-Bild zum Abendmahl im Neuen Testament. Die Mitte des Bildes gibt den Blick frei auf eine Anhöhe. Dort hat Moses die Hände zum Gebet erhoben. Der Himmel ist von farbigem Licht durchflutet. Im Buch Exodus, das den Auszug der Israeliten aus Ägypten ins Gelobte Land erzählt, heißt es: „Als sich die Israeliten zur Wüste hinwandten, siehe, da erschien die Herrlichkeit Gottes in Form einer Wolke. Jahwe sprach zu Mose: Ich habe das Murren der Israeliten gehört ... morgen früh sollt ihr euch mit Brot sättigen. So sollt ihr erkennen, dass ich, Jahwe, euer Gott bin.“ (Ex 16,12) Diese Herrlichkeit Gottes entfaltet Caspar in einer Symphonie aus farbigem Licht in einem Himmel, über dem sich aus dem Dunkel ein Regenbogen erhebt, so groß, dass er die Größe des Bildes sprengt. Das Licht scheint auf der Erde zu reflektieren: der Himmel auf Erden im Licht Gottes.

Danuta Karsten hält im Schweben ihrer Wolkenform die Balance, den Ausgleich zwischen erdenschwerem Fallen und Emporgerissen-Werden zum Licht im tausendfach geteilten Brot. Bewusst ist das Werk nicht im Altarraum verortet, sondern über dem Kirchenschiff, dem Raum der Menschen, der Gemeinde, der einzelnen Betenden.

Die Installation Zwischen Himmel und Erde von Danuta Karsten, so streng durchkompo­niert sie einerseits erscheint, lässt allen, die sie betrachten, eine große Offenheit an Be­zügen in Raum und Zeit, ebenso wie zum ei­genen Erleben. Dabei spielt die aus Polen stammende Künstlerin mit dem Verbergen und dem Öffnen des Raumes in unendliche Weiten und verbindet, ganz ohne Worte, Materialität und Transzendenz. Mit den Mitteln einer Kunst unserer Zeit eröffnet sie die spirituellen Energien dieses Raumes.



Susanne Kessler, Drei Landschaftstränen, 2019–20, Stahl, je 340 x 220 x 10 cm
(Foto: Niels P. Carstensen)

Susanne Kessler – Drei Landschaftstränen

An der Schmiecha beim Hallenbad, Albstadt (Ebingen)

Die Drei Landschaftstränen von Susanne Kessler werden von der Stadt Albstadt angekauft und verweisen an der Schmiechastraße beim Hallenbad nun dauerhaft auf die besondere Lage Albstadts an der Europäischen Hauptwasserscheide. – In die Träne als Urform der Quelle sind in die drei hintereinander gestaffelten Plastiken Landschaftslinien eingeschrieben, wie metallene Großzeichnungen. Nach einem Besuch in Albstadt schreibt die Künstlerin 2019 in einer Mail:

Ich möchte den Prototyp einer Landschaft bauen: ein Landschaftsmodul – wie ein Kürzel, ein Zeichen für Berg, kleinere Flüsse, in einen größeren Fluss einfließend, einen See. Am liebsten würde ich drei identische Module herstellen, die erst einmal gestaffelt aufgebaut werden, in einer räumlichen Tiefe von etwa 5 m. Gestaffelt deshalb, weil ich dann von der platten Linie ausgehend eine Räumlichkeit auf einfachste Weise erzeuge, die der Landschaftsperspektive ähnlich ist.

Immer wieder hat Susanne Kessler das Wasser als Ursprung und Lebensader fasziniert, unabdingbar für das Leben von Mensch und Natur. Der Tropfen ist dabei die kleinste Einheit, die Träne das Äquivalent, mit dem der Mensch selbst gleichsam zur Quelle wird. So ist das Große, das in die Weite der Landschaft und der Länder Ausgreifende, bereits im Kleinen – Tropfen und Träne – angelegt.