Kunstmuseum der Stadt Albstadt - Aktuelle Ausstellungen

Seit der Teilöffnung am 16. Oktober 2021 ist das Kunstmuseum Albstadt wieder auf drei Etagen zugänglich. Die Baumaßnahme setzt sich – u.a. in den Dachgeschossen noch fort.



Big Bang – Neue Welten im experimentellen Druck
Workshops | Ausstellung | Social Media-Videos
20. März bis 26. Juni 2022

Das innovative Projekt ist zugleich Ausstellung, Druckwerkstatt und Filmset für Social Media-Videos. Im Mittelpunkt stehen Kunstworkshops, in denen die Teilnehmenden verschiedene experimentelle Drucktechniken erlernen und kreativ anwenden. Das Vermittlungsangebot richtet sich an Menschen unterschiedlichen Alters. Der Fokus liegt auf experimentellen Abwandlungen der traditionellen Drucktechniken, die niederschwellig anwendbar sind und ein freies, kreatives Arbeiten ermöglichen. Experimentell bedeutet hier: alles ist möglich! Hierbei werden die Teilnehmenden von erfahrenen Künstler*innen unterstützt. Inspiration bieten moderne grafische Kunstwerke aus der Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann. Die Individuellen kreativen Prozesse werden in Videos festgehalten, die Teil der Social Media-Kampagne des Projekts sind. Dabei treten die Teilnehmenden selbst als Vermittler*innen in Erscheinung und präsentieren stolz ihre druckgrafischen Kunstwerke, die gleichzeitig Teil der Ausstellung werden. Die Bereitschaft der Teilnehmenden (bzw. der Erziehungsberechtigten) gefilmt zu werden, wird vorausgesetzt.

Das Druckwerkstatt-Programm steht im Faltblatt und auf der Veranstaltungs-Seite.

Zeigt uns unter #BigBangAlbstadt in den Sozialen Medien Eure eigenen grafischen Kunstwerke.

Ärmel hochgekrempelt und los geht’s!

Das Projekt findet statt im Vorfeld der Ausstellung Big Bang – Ein Universum moderner Druckgrafik. Die Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann (26. Juni bis 3. Oktober 2022).


 
Abb.: Volker Lehnert (*1956), Kopfstück (Detail), 1991, Farbhochdruck (Depron), Dauerleihgabe des Künstlers

Hip to Be Square – Figur und Abstraktion im 20. Jahrhundert
6. Februar bis 5. Juni 2022

Von der Reduktion auf geometrische Grundformen über die surreale Verwandlung bis zur frei erfundenen „Kunstfigur“ – mit kaum einem Thema hat sich die Kunst des 20. Jahrhunderts so intensiv und vielseitig auseinandergesetzt wie mit der Abstraktion des menschlichen Körpers. Das Quadrat (englisch „square“) und der kubisch abstrahierte Mensch stehen für die avantgardistische Rebellion gegen akademische Normen und für kreativen Nonkonformismus. Im Gegensatz zum gleichnamigen Song der Pop-Band Huey Lewis & the News (1986), die mit der ironischen Aussage „es ist angesagt, ein Spießer zu sein“ ihr braves Image aufs Korn nahm, ist der Titel der Ausstellung ganz wörtlich gemeint.

Das Kunstmuseum Albstadt zeigt grafische Werke aus der Sammlung und ergänzende Leihgaben, die sich unter anderem dem Expressionismus, Kubismus, Surrealismus, Informel, der Neuen Figuration und den Neuen Wilden zuordnen lassen. Je mehr sich die Darstellung des Menschen in Form und Farbe von der Lebenswirklichkeit entfernt, desto mehr offenbart sich ein paradoxer Zusammenhang: Die Figur gewinnt an Präsenz und Ausdruck. Sie behauptet sich als Bildwesen, das nur im Raum der Kunst existieren kann.

Ein gibt es abwechslungsreiches Vermittlungsprogramm – Informationen finden Sie u.a. im Faltblatt und auf unserer Veranstaltungs-Seite.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog:

 

Hip to Be SquareFigur und Abstraktion im 20. Jahrhundert, verfasst von Dr. Kai Hohenfeld, Vorwort von Dr. Veronika Mertens, 68 Seiten, reich illustriert, Veröffentlichungen des Kunstmuseums Albstadt, Nr. 184/2021

Erhältlich an der Museumskasse, auf AbeBooks.com und Bestellung: 07431-160-1491 / kunstmuseum@albstadt.de

15 € (zzgl. 5 € Porto/Verpackung)

Für die Förderung von Ausstellung und Katalog danken wir


 

 

Abb.: Ausstellungsansicht junger kunstraum: FAMILIENBANDE  (Foto: Niels P. Carstensen)

 

10 Jahre Junger Kunstraum: FAMILIENBANDE: Otto Dix – Generationen
2. Dezember 2021 bis 11. September 2022

> Faltblatt "FAMILIENBANDE: Otto Dix – Generationen

Hier geht es zum jungen kunstraum



Danuta Karsten, Zwischen Himmel und Erde, 2020, Rauminstallation, Kath. Pfarrkirche St. Johannes Baptist, Albstadt (Lautlingen) (Foto: Niels P. Carstensen)

Danuta Karsten – Zwischen Himmel und Erde
Rauminstallation in der Kath. Kirche St. Johannes Baptist
1. August bis 25. Oktober 2020 (verlängert)

Am Schloss 8, 72459 Albstadt (Lautlingen)
Öffnungszeiten: täglich 8–18 Uhr

Zwischen Himmel und Erde schwebt eine Wolke aus Brot. Tausende von Backoblaten antworten, angeordnet über dem Mittelschiff der Kirche St. Johannes Baptist (1912/13), auf die Rundung des Chors im Osten der Kirche. Danuta Karsten hat das Werk bewusst nicht im Altarraum verortet, sondern über dem Kirchenschiff, dem Raum der Menschen und der Gemeinde. Ihre Installation „Zwischen Himmel und Erde“ lässt allen Betrachtenden eine große Offenheit an Bezügen in Raum und Zeit und zum eigenen Erleben. Dabei spielt die aus Polen stammende Künstlerin mit dem Verbergen und dem Öffnen des Raumes in unendliche Weiten und verbindet, ganz ohne Worte, Materialität und Transzendenz.
Das Gemälde „Mannalese“ von Karl Caspar (1879–1956) entstand genau zur Erbauungszeit der Kirche und tritt in Dialog mit dem Werk von Danuta Karsten. Karl Caspar formuliert die Mannalese aus dem Alten Testament als Vor-Bild zum Abendmahl im Neuen Testament. Moses hält die Hände zum Gebet erhoben. Der Himmel ist von farbigem Licht durchflutet. Im Buch Exodus, das den Auszug der Israeliten aus Ägypten ins Gelobte Land erzählt, heißt es: „Als sich die Israeliten zur Wüste hinwandten, siehe, da erschien die Herrlichkeit Gottes in Form einer Wolke. Jahwe sprach zu Mose: Ich habe das Murren der Israeliten gehört ... morgen früh sollt ihr euch mit Brot sättigen. So sollt ihr erkennen, dass ich, Jahwe, euer Gott bin.“. Karl Caspar entfaltet eine Symphonie aus farbigem Licht in einem Himmel, über dem sich aus dem Dunkel ein Regenbogen erhebt, so groß, dass er die Größe des Bildes sprengt.



Susanne Kessler, Drei Landschaftstränen, 2019–20, Stahl, je 340 x 220 x 10 cm
(Foto: Niels P. Carstensen)

Susanne Kessler – Drei Landschaftstränen

An der Schmiecha beim Hallenbad, Albstadt (Ebingen)

Die Drei Landschaftstränen von Susanne Kessler werden von der Stadt Albstadt angekauft und verweisen an der Schmiechastraße beim Hallenbad nun dauerhaft auf die besondere Lage Albstadts an der Europäischen Hauptwasserscheide. – In die Träne als Urform der Quelle sind in die drei hintereinander gestaffelten Plastiken Landschaftslinien eingeschrieben, wie metallene Großzeichnungen. Nach einem Besuch in Albstadt schreibt die Künstlerin 2019 in einer Mail:

Ich möchte den Prototyp einer Landschaft bauen: ein Landschaftsmodul – wie ein Kürzel, ein Zeichen für Berg, kleinere Flüsse, in einen größeren Fluss einfließend, einen See. Am liebsten würde ich drei identische Module herstellen, die erst einmal gestaffelt aufgebaut werden, in einer räumlichen Tiefe von etwa 5 m. Gestaffelt deshalb, weil ich dann von der platten Linie ausgehend eine Räumlichkeit auf einfachste Weise erzeuge, die der Landschaftsperspektive ähnlich ist.

Immer wieder hat Susanne Kessler das Wasser als Ursprung und Lebensader fasziniert, unabdingbar für das Leben von Mensch und Natur. Der Tropfen ist dabei die kleinste Einheit, die Träne das Äquivalent, mit dem der Mensch selbst gleichsam zur Quelle wird. So ist das Große, das in die Weite der Landschaft und der Länder Ausgreifende, bereits im Kleinen – Tropfen und Träne – angelegt.

Seit der Teilöffnung am 16. Oktober 2021 ist das Kunstmuseum Albstadt wieder auf drei Etagen zugänglich. Die Baumaßnahme setzt sich – u.a. in den Dachgeschossen noch fort.



Big Bang – Neue Welten im experimentellen Druck
Workshops | Ausstellung | Social Media-Videos
20. März bis 26. Juni 2022

Das innovative Projekt ist zugleich Ausstellung, Druckwerkstatt und Filmset für Social Media-Videos. Im Mittelpunkt stehen Kunstworkshops, in denen die Teilnehmenden verschiedene experimentelle Drucktechniken erlernen und kreativ anwenden. Das Vermittlungsangebot richtet sich an Menschen unterschiedlichen Alters. Der Fokus liegt auf experimentellen Abwandlungen der traditionellen Drucktechniken, die niederschwellig anwendbar sind und ein freies, kreatives Arbeiten ermöglichen. Experimentell bedeutet hier: alles ist möglich! Hierbei werden die Teilnehmenden von erfahrenen Künstler*innen unterstützt. Inspiration bieten moderne grafische Kunstwerke aus der Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann. Die Individuellen kreativen Prozesse werden in Videos festgehalten, die Teil der Social Media-Kampagne des Projekts sind. Dabei treten die Teilnehmenden selbst als Vermittler*innen in Erscheinung und präsentieren stolz ihre druckgrafischen Kunstwerke, die gleichzeitig Teil der Ausstellung werden. Die Bereitschaft der Teilnehmenden (bzw. der Erziehungsberechtigten) gefilmt zu werden, wird vorausgesetzt.

Das Druckwerkstatt-Programm steht im Faltblatt und auf der Veranstaltungs-Seite.

Zeigt uns unter #BigBangAlbstadt in den Sozialen Medien Eure eigenen grafischen Kunstwerke.

Ärmel hochgekrempelt und los geht’s!

Das Projekt findet statt im Vorfeld der Ausstellung Big Bang – Ein Universum moderner Druckgrafik. Die Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann (26. Juni bis 3. Oktober 2022).


Hip to Be Square – Figur und Abstraktion im 20. Jahrhundert
6. Februar bis 5. Juni 2022

Von der Reduktion auf geometrische Grundformen über die surreale Verwandlung bis zur frei erfundenen „Kunstfigur“ – mit kaum einem Thema hat sich die Kunst des 20. Jahrhunderts so intensiv und vielseitig auseinandergesetzt wie mit der Abstraktion des menschlichen Körpers. Das Quadrat (englisch „square“) und der kubisch abstrahierte Mensch stehen für die avantgardistische Rebellion gegen akademische Normen und für kreativen Nonkonformismus. Im Gegensatz zum gleichnamigen Song der Pop-Band Huey Lewis & the News (1986), die mit der ironischen Aussage „es ist angesagt, ein Spießer zu sein“ ihr braves Image aufs Korn nahm, ist der Titel der Ausstellung ganz wörtlich gemeint.

Das Kunstmuseum Albstadt zeigt grafische Werke aus der Sammlung und ergänzende Leihgaben, die sich unter anderem dem Expressionismus, Kubismus, Surrealismus, Informel, der Neuen Figuration und den Neuen Wilden zuordnen lassen. Je mehr sich die Darstellung des Menschen in Form und Farbe von der Lebenswirklichkeit entfernt, desto mehr offenbart sich ein paradoxer Zusammenhang: Die Figur gewinnt an Präsenz und Ausdruck. Sie behauptet sich als Bildwesen, das nur im Raum der Kunst existieren kann.

Ein gibt es abwechslungsreiches Vermittlungsprogramm – Informationen finden Sie u.a. im Faltblatt und auf unserer Veranstaltungs-Seite.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog:

 

Hip to Be SquareFigur und Abstraktion im 20. Jahrhundert, verfasst von Dr. Kai Hohenfeld, Vorwort von Dr. Veronika Mertens, 68 Seiten, reich illustriert, Veröffentlichungen des Kunstmuseums Albstadt, Nr. 184/2021

Erhältlich an der Museumskasse, auf AbeBooks.com und Bestellung: 07431-160-1491 / kunstmuseum@albstadt.de

15 € (zzgl. 5 € Porto/Verpackung)

Für die Förderung von Ausstellung und Katalog danken wir


 
Abb.: Ausstellungsansicht junger kunstraum: FAMILIENBANDE  (Foto: Niels P. Carstensen)

10 Jahre Junger Kunstraum: FAMILIENBANDE: Otto Dix – Generationen
2. Dezember 2021 bis 11. September 2022

> Faltblatt "FAMILIENBANDE: Otto Dix – Generationen

Hier geht es zum jungen kunstraum



Danuta Karsten, Zwischen Himmel und Erde, 2020, Rauminstallation, Kath. Pfarrkirche St. Johannes Baptist, Albstadt (Lautlingen) (Foto: Niels P. Carstensen)

Danuta Karsten – Zwischen Himmel und Erde
Rauminstallation in der Kath. Kirche St. Johannes Baptist
1. August bis 25. Oktober 2020 (verlängert)

Am Schloss 8, 72459 Albstadt (Lautlingen)
Öffnungszeiten: täglich 8–18 Uhr

Zwischen Himmel und Erde schwebt eine Wolke aus Brot. Tausende von Backoblaten antworten, angeordnet über dem Mittelschiff der Kirche St. Johannes Baptist (1912/13), auf die Rundung des Chors im Osten der Kirche. Danuta Karsten hat das Werk bewusst nicht im Altarraum verortet, sondern über dem Kirchenschiff, dem Raum der Menschen und der Gemeinde. Ihre Installation „Zwischen Himmel und Erde“ lässt allen Betrachtenden eine große Offenheit an Bezügen in Raum und Zeit und zum eigenen Erleben. Dabei spielt die aus Polen stammende Künstlerin mit dem Verbergen und dem Öffnen des Raumes in unendliche Weiten und verbindet, ganz ohne Worte, Materialität und Transzendenz.
Das Gemälde „Mannalese“ von Karl Caspar (1879–1956) entstand genau zur Erbauungszeit der Kirche und tritt in Dialog mit dem Werk von Danuta Karsten. Karl Caspar formuliert die Mannalese aus dem Alten Testament als Vor-Bild zum Abendmahl im Neuen Testament. Moses hält die Hände zum Gebet erhoben. Der Himmel ist von farbigem Licht durchflutet. Im Buch Exodus, das den Auszug der Israeliten aus Ägypten ins Gelobte Land erzählt, heißt es: „Als sich die Israeliten zur Wüste hinwandten, siehe, da erschien die Herrlichkeit Gottes in Form einer Wolke. Jahwe sprach zu Mose: Ich habe das Murren der Israeliten gehört ... morgen früh sollt ihr euch mit Brot sättigen. So sollt ihr erkennen, dass ich, Jahwe, euer Gott bin.“. Karl Caspar entfaltet eine Symphonie aus farbigem Licht in einem Himmel, über dem sich aus dem Dunkel ein Regenbogen erhebt, so groß, dass er die Größe des Bildes sprengt.



Susanne Kessler, Drei Landschaftstränen, 2019–20, Stahl, je 340 x 220 x 10 cm
(Foto: Niels P. Carstensen)

Susanne Kessler – Drei Landschaftstränen

An der Schmiecha beim Hallenbad, Albstadt (Ebingen)

Die Drei Landschaftstränen von Susanne Kessler werden von der Stadt Albstadt angekauft und verweisen an der Schmiechastraße beim Hallenbad nun dauerhaft auf die besondere Lage Albstadts an der Europäischen Hauptwasserscheide. – In die Träne als Urform der Quelle sind in die drei hintereinander gestaffelten Plastiken Landschaftslinien eingeschrieben, wie metallene Großzeichnungen. Nach einem Besuch in Albstadt schreibt die Künstlerin 2019 in einer Mail:

Ich möchte den Prototyp einer Landschaft bauen: ein Landschaftsmodul – wie ein Kürzel, ein Zeichen für Berg, kleinere Flüsse, in einen größeren Fluss einfließend, einen See. Am liebsten würde ich drei identische Module herstellen, die erst einmal gestaffelt aufgebaut werden, in einer räumlichen Tiefe von etwa 5 m. Gestaffelt deshalb, weil ich dann von der platten Linie ausgehend eine Räumlichkeit auf einfachste Weise erzeuge, die der Landschaftsperspektive ähnlich ist.

Immer wieder hat Susanne Kessler das Wasser als Ursprung und Lebensader fasziniert, unabdingbar für das Leben von Mensch und Natur. Der Tropfen ist dabei die kleinste Einheit, die Träne das Äquivalent, mit dem der Mensch selbst gleichsam zur Quelle wird. So ist das Große, das in die Weite der Landschaft und der Länder Ausgreifende, bereits im Kleinen – Tropfen und Träne – angelegt.