Kunstmuseum der Stadt Albstadt - Aktuelle Ausstellungen

12. November 2017 bis 28. Januar 2018
Maria Caspar-Filser – Landschaften

Maria Caspar-Filser (1878–1968) gehört zu den wegweisenden deutschen Malerinnen des 20. Jahrhunderts und erwarb ihr Renommee insbesondere mit Landschaftsbildern. Maßgebliche Anregungen für ihre Arbeit bezog sie von ihren Wirkungsstätten auf der Schwäbischen Alb und in Bayern sowie von Italien, das zu ihren Lieblingsreisezielen zählte.  

Die Ausstellung „Maria Caspar-Filser – Landschaften“ würdigt diesen zentralen Komplex im Œuvre der Künstlerin mit zum Teil selten gezeigten Gemälden und Lithographien aus den Beständen des Kunstmuseums Albstadt, die um ausgesuchte Leihgaben ergänzt werden. Im Mittelpunkt steht die Schaffensphase zwischen 1908 und 1911, erweitert um Ausblicke bis in die 1930er Jahre, welche Maria Caspar-Filsers zunehmende Kühnheit im Umgang mit Farbe vor Augen führen. Eine herausragende Stellung nehmen die Werke ihres ersten Italienaufenthalts von 1911 ein. Gerade bei dieser Angelegenheit führte Caspar-Filser ausgewählte Kompositionen zugleich als Ölgemälde und Lithographien aus, die spannende Vergleichsmöglichkeiten ihres Ausdrucks in unterschiedlichen Bildmedien eröffnen.  

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22. Oktober 2017 bis 2. April 2018
Menschensohn, Ecce Homo, Crucifixus – Christusbilder im 20. und 21. Jahrhundert     

Christusbilder aus einem Jahrhundert, in dem Deutschland in die Moderne aufbricht und das Geistige in der Kunst eine neue Qualität bekommt, in dem angesichts zweier Weltkriege und totalitärer Regime die Frage nach der Passion neu gestellt wird, im Westen wie im Osten des bis 1989 geteilten Deutschland. Auf vielfältige Weise spiegeln diese Bilder existentielle Erfahrungen des 20. Jahrhunderts in Geburt, Leben und Wirken des Menschensohns bis hin zu Passion, Tod und Auferstehung. Vor diesem Hintergrund steht für die Künstler vor allem der Menschensohn, weniger der Gottessohn, im Blickpunkt – in Formulierungen, nach denen die Künstler aus eigenem Antrieb gesucht haben, wobei in manchen Christusbildern unterschwellig auch konfessionelle Traditionen zum Tragen kommen.  

Neben bedeutenden Werkgruppen von Karl Caspar, Otto Dix, Hans Fähnle, Christian Landenberger und Günter Schöllkopf  sind Einzelblätter von Max Beckmann, Eckhard Froeschlin, Karl Friedrich Gotsch, Gottfried Graf, Otto Lange, Friedemann Hahn, Michael Morgner, Wilhelm Morgner, Eugen Nell, Arnulf Rainer, Fritz Steisslinger, Winand Victor und anderen zu sehen. Dass die Graphische Sammlung in Albstadt Einzelblätter zum Christusbild von über 30 Künstlern bewahrt, darf auch als Zeichen für die Relevanz des Christusbilds verstanden werden, nicht nur in Glaubensfragen. Die Ausstellung mündet in eine Gruppe von „Bildern ohne Abbild“, von Otto Dix bis hin zu Buchobjekten aus dem Jahr 1995 von Jürg Brodmann aus dem Umkreis von Joseph Beuys.  

Als Gäste führen Caroline von Grone, Sr. M. Pietra Löbl OSF und Dorothee von Windheim den künstlerischen Diskurs über Christusbild, ‚Vera Ikon‘, Bildprojektionen und -reflektionen in die Gegenwart.

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Abb.: Käthe Rominger-Schneider: Stangen, Stämme, Stangen – vorüber, 2013, Mischtechnik (Geschenk Freunde Kunstmuseum Albstadt 2014)
 
26. Dezember 2017 bis 8. April 2018
Geschenkt! 
Erwerbungen der Freunde Kunstmuseum Albstadt e.V.

Im Jahr 2018 werden es 40 Jahre, dass sich Freunde der damaligen Städtischen Galerie Albstadt zum Galerieverein Albstadt e.V. zusammenschlossen, um mit vereinten Kräften das 1975 begründete Kunstmuseum „nachhaltig zu fördern, in seinen Aufgaben zu unterstützen und an seinem Ausbau mitzuwirken“, wie es seinerzeit in der Satzung formuliert wurde. Dazu sollten auch Mittel zum Erwerb geeigneter Kunstwerke gesammelt und unentgeltlich zugewendet werden. In den vergangenen 40 Jahren ist eine reiche Ernte eingebracht worden, aus der ausgewählte Werke in einer Kabinett-Ausstellung gezeigt werden, allen voran die jüngsten Ankäufe, die dem Kunstmuseum vom Verein als Geschenk übergeben wurden.


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