Albstadt - Altlastenuntersuchung - Bearbeitungsstand

Integrale Altlastenuntersuchung in Albstadt – Ebingen (IAU)
Abschlußbericht

Die Integrale Altlastenuntersuchung IAU ist eine neue Methode in der Altlastenbearbeitung.
Bisher wurden Altlastenstandorte nur isoliert, d.h. grundstücksbezogen betrachtet. Bei der Bearbeitung solcher Flächen hat sich gezeigt, dass zwischen den einzelnen Flächen ein Zusammenhang bzw. eine Verzahnung besteht, was die Grundwassersituation im Zu- und Abstrom angeht. Durch diese flurstücksscharfe bzw. objektbezogene Einzelfallbetrachtung konnte die Gesamtbelastungssituation z.B. im Grundwasser nicht ausreichend überprüft werden.
Das Land führte zur Überprüfung der praktischen Anwendbarkeit der neuen Methode verschiedene Pilotvorhaben z.B. in Stuttgart u. Ravensburg durch.

Auf Grund der gegebenen Verhältnisse wurde Albstadt ebenfalls als geeignet für die Durchführung eines Pilotvorhabens eingeschätzt.
Herr Dr. Schünke vom Ing.-Büro BWU (Boden, Wasser, Untergrund) aus Kirchheim – Teck wird im nachfolgenden Sachstandsbericht hier näher darauf eingehen.

I. Rückblick

In der TAuUA – Sitzung am 7.5.2002 wurde der Durchführung einer integralen Altlasten-untersuchung IAU in den Stadtteilen Ebingen, Tailfingen u. Onstmettingen zugestimmt.

Am 11.11.2003 fand bzgl. der Durchführung und Förderung im Techn. Rathaus eine Besprechung mit dem Umwelt- und Verkehrsministerium, der Landesanstalt für Umwelt, LfU, jetzt LUBW, dem Regierungspräsidium und dem Landratsamt statt.
Hierbei wurde vom LRA vorgeschlagen, auf Grund der großen Anzahl von Altlasten das Untersuchungsgebiet zunächst auf das Stadtgebiet Ebingen zu beschränken.

In der TAuUA – Sitzung am 16.3.2004 wurde dem vorgeschlagenen Vorgehen und einer
Erstellung einer Konzeptstudie zur Förderantragstellung zugestimmt.
Die Erstellung einer Konzeptstudie wurde bei 3 Ing.-Büros angefragt. Das Ing.-Büro ABU (Altlasten, Bauökologie, Umweltmanagement) aus Saulgau wurde am 26.3.2004 mit diesen Leistungen zum Preis von 9.860,- € beauftragt.
Auf der Grundlage dieser Konzeptstudie wurde am 15.4.2004 ein Förderantrag in Höhe von
1.980.000,00 € beim Regierungspräsidium Tübingen gestellt.
Die Durchführung der IAU wurde in 3 Projektstufen unterteilt. Das Pilotprojekt sollte ein
„lernendes System“ sein, d.h. dass immer auf die Ergebnisse der vorangegangenen Unter-suchungen aufgebaut wurde und so flexibel in der Bearbeitung blieb.

Mit Datum vom 5.8.2004 ging der Zuwendungsbescheid nach Förderrichtlinien Altlasten FrAl
in Höhe von 1.980.000,00 € ein.
Die Maßnahme ist zu 100% förderfähig. Somit konnten die entsprechenden Vergaben für die Durchführung der IAU vorgenommen werden.

Im TAuUA am 18.1.2005 konnte nach einem von der GHV Gütestelle Honorarrecht gem.e.V.
vorgeschlagenen Vergabeverfahren die Projektkoordination PK an das Ing.-Büro CDM Consult GmbH, Gottmadingen vergeben werden. Die PK hatte die Aufgabe, mit erfahrenen Mitarbeitern unter Berücksichtigung aller Vorgaben der beteiligten Behörden und Institutionen in Bezug auf Organisation, Terminplanung, fachtechn. u. finanztechn. Zielsetzung zu steuern u. zu koordinieren.

Am 7.2.2006 wurde im TAuUA die Projektdurchführung an das Ing.-Büro BWU, Kirchheim-Teck, vergeben. Deren Aufgabe war u.a. die konzeptionelle Weiterentwicklung auf Grund der neu gewonnenen Erkenntnisse, Planung von Grundwassermessstellen, Kontrollebenen, Betreuung der Laborarbeiten, Auswertung von Bohrungen, Durchführung von Kurzpump-versuchen, Stichtagsmessungen, Aktualisierung der Datenbank u. vieles mehr.

Zwischen 2007 und 2010 wurden verschiedene Gewerke und Ing.-Leistungen vergeben, wie z.B. Errichtung von Grundwassermeßstellen, Immissionspumpversuche, Labor-Analysen, Vermessungsarbeiten u. Erstellung eines Grundwassermodells.

In der TAuUA – Sitzung am 25.3.2010 wurde letztmalig eine Auftragserweiterung vorgenommen.

Die Erkundungsmaßnahmen sind abgeschlossen, die beteiligten Ing.-Büro’s haben die Daten ausgewertet und sind am Erstellen des Abschlussberichtes.

II. Fazit

Für die Stadt Albstadt sind die gewonnenen Erkenntnisse aus der IAU von großem Nutzen.
Bei Bauvorhaben im Stadtgebiet Ebingen wird immer öfters angefragt, ob Kenntnisse über die Baugrundbeschaffenheit, über die Grundwasserverhältnisse und über evtl. Kontaminationen vorliegen. Auch in der Bauleitplanung (Bebauungsplanaufstellung ect.) und vor allem im Grundstücksverkehr sind die gewonnenen Daten über altlastenverdächtige Flächen u. Standorte wichtig.


III. Sachstandsbericht BWU Dr. Schünke
Auf die beigefügten fachtechnischen Erläuterungen des H. Dr. Schünke vom Ing.-Büro BWU
wird verwiesen.

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