Albstadt - Sanierung - Die Sanierungsprogramme in der Übersicht - Bereits durchgeführte Sa
Bereits durchgeführte Sanierungsmaßnahmen
Neben den derzeit laufenden Sanierungsgebieten sind in Albstadt seit Einführung der Städtebau-förderung in den1970er Jahren weitere umfassende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt worden.

Zu nennen sind hier die Sanierungsmaßnahmen:

Lederfabrik Unoth mit den Erweiterungen York und Untere Vorstadt (1974-1999)
Stadtkern Tailfingen (1978 - 2001)
Ortsmitte Onstmettingen (1985-2002)
Bitzer Steige mit Erweiterungen Bogenstraße und Opel Rieber (1991 - 2002)
Stadtumbau West - Stiegel Nord


Realisierte Maßnahmen
Das Gelände der Lederfabrik Unoth und York vor der Sanierungsmaßnahme
Dienstleistungszentrum und FH nach der Sanierung
Die Untere Vorstadt vor und nach der Sanierung
Die Marktstraße (jetzt Kurt-Georg-Kiesinger-Platz) vor und nach der Sanierung

Lederfabrik Unoth mit den Erweiterungen York und Untere Vorstadt (1974-1999)
Maßnahmen
Das erste Albstädter Sanierungsgebiet umfasste zunächst das Areal der ehemaligen Lederfabrik Unoth, welche seit den 1960er Jahren nicht mehr vollständig genutzt wurde. Zusammen mit der ersten Gebietserweiterung, dem Areal der Firma York, das direkt an die Innenstadt Ebingens grenzt, konnte ein neuer Dienstleistungs- und Bildungsschwerpunkt entwickelt werden.
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Auf dem Gelände der Lederfabrik Unoth entstand im Rahmen der Sanierungsmaßnahme das Bildungszentrum mit Archiv, Volkshochschule, Stadtbücherei und verschiedenen Veranstaltungs-räumen. Angrenzend daran entstand das Zentrum für Technik und Wirtschaft. Von besonderer Bedeutung für Albstadt war die Entwicklung auf dem Gelände der Firma York. Hier entstand nach der Verlagerung des Betriebes ein Standort der Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen. Mit der 2. Gebietserweiterung, dem Bereich "Untere Vorstadt" konnte mit der Gestaltung als Fußgängerzone die Attraktivität der City deutlich gesteigert werden.

Chronologie
1973Beschluss des Sanierungsplanes
1975Aufnahme des Gebietes in das Sanierungs- und Entwicklungsprogramm
1976Förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes Lederfabrik/Unoth durch gemeindliche Satzung
1976-1981Durchführung verschiedener Ordnungsmaßnahmen und Bau der Tiefgarage in der Johannesstraße
1985Einweihung des "Bildungszentrums Unoth" mit Stadtbücherei, VHS, Stadtarchiv und mehreren Wohnungen
1986Erwerb des 2,4 ha großen Firmengeländes der Firma York durch die Stadt Albstadt
1987Erweiterung des Sanierungsgebietes Lederfabrik Unoth um das Gebiet "York" und Bau des Zentrums für Technik und Wirtschaft Albstadt (ATZ)
1991Einweihung der Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen
1994Erweiterung des Sanierungsgebietes um den Bereich "Untere Vorstadt" und Einweihung der neuen Fußgängerzone
1998Ende des Bewilligungszeitraums. Der Förderrahmen für das gesamte Gebiet "Lederfabrik/Unoth" betrug ca. 14 Mio. DM.
2005Aufhebung der Satzung über die Förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes

Impressionen
Das Gelände der Lederfabrik Unoth und York vor der Sanierungsmaßnahme
Dienstleistungszentrum und FH nach der Sanierung
Die Untere Vorstadt vor und nach der Sanierung
Die Marktstraße (jetzt Kurt-Georg-Kiesinger-Platz) vor und nach der Sanierung

Stadtkern Tailfingen (1978-2001)


Chronologie

Die Sanierung des Stadtkerns Tailfingens wurde durch die Aufnahme in das Sanierungsprogramm nach dem starken Erdbeben im Jahr 1978 möglich. Im Zeitraum der Sanierung wurden nahezu alle Gewerbebrachen (u.a. Medico, Meta, Pfeilring) im Bereich des Stadtkerns einer neuen Nutzung zugeführt. Verkehrsberuhigende Maßnahmen sowie die Aufwertung der Straßen- und Freiräume haben mit dazu beigetragen, die Aufenthaltsqualität und Attraktivität der Tailfinger Innenstadt zu erhöhen.

 

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1978 Aufnahme des Bereichs "Stadtkern Tailfingen" in das Sanierungsprogramm
1980 Förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes "Stadtkern Tailfingen" durch gemeindliche Satzung
1981 Beschluss des städtebaulichen Rahmenplans als Selbstbindungsplan
1981 Umbau des Gebäudes "Petrusstraße 10" zum Haus der Vereine
1982 Durchbruch der Johannes-Feyrer Straße
1983/1984 Durchbruch der Wasenstraße zur Kronenstraße und anschließende Neugestaltung sowie Verwirklichung des "Inneren Rings"
1984-1986 Neugestaltung der Adlerstraße, der Straße "Am Markt" sowie des Marktplatzes
1985 Erwerb der ehemaligen Pfeilring Trikotfabriken durch die Stadt Albstadt
1986 Beschluss zur Erweiterung des Sanierungsgebietes um den Bereich zwischen Lange Straße, Martin-Luther-Straße, Erich-Kästner-Straße und Schmiecha
1991/1992 Neugestaltung der Moltkestraße
1992 Abbruch des ehemaligen Fabrikgebäudes der Firma Medico
1996 Eröffnung des Maschenmuseums
1999/2000 Bebauung des ehemaligen "Meta"-Geländes mit dem Seniorenzentrum
2001 Ausbau der Wagner- und Tagolfstraße
2001 Neubau des Dienstleistungszentrum beim Technischen Rathaus
2005 Aufhebung der Satzung über die Förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes

Impressionen
Der Stadtkern von Tailfingen vor der Durchführung der vielzähligen Sanierungsmaßnahmen
Ehemaliges EMCE-Areal mit der jetzigen Nutzung als Wohn- und Geschäftsbereich im Zentrum der Innenstadt Tailfingens

Ortsmitte Onstmettingen (1985-2002)
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der 1960er Jahre und einer hiermit verbundenen hohen Bautätigkeit wurde das Ortszentrum Onstmettingens vernachlässigt, so dass es in den 1980er Jahren städtebauliche Missstände aufwies. Zudem waren Folgen des schweren Erdbebens von 1978 zu beseitigen. Insgesamt waren eine geringe Aufenthaltsqualität und Defizite im Gebäudezustand vorhanden. Das Ortszentrum dieses Stadtteils konnte nicht mehr die Funktionen wahrnehmen, die es als Nahversorgungszentrum und Treffpunkt eigentlich haben sollte. Daher stellte die Stadt Albstadt 1985 einen Antrag zur Aufnahme in das Landessanierungsprogramm, der am 25.07.1985 bewilligt wurde. Insgesamt wurden für das 8,7 ha große Areal 6,0 Mio. DM (= 3,07 Mio. ?) bewilligt. Bis in das Jahr 2002 wurden zahlreiche Maßnahmen vollzogen um in Onstmettingen wieder ein lebendiges Ortszentrum zu schaffen. Hier sind insbesondere Aufwertungen an den Straßen und Plätzen und umfassende Modernisierungsmaßnahmen an Gebäuden zu nennen. Zudem wurde die vorhandene Bebauung durch Neubauten ergänzt, die sich in das Ortsbild einfügen. Heute verfügt der Stadtteil wieder über einen lebenswerten Ortskern. Im Jahr 2005 wurde die Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes aufgehoben.
Saniertes Gebäude
Bereich um das Rathaus, im Hintergrund der sanierte Kasten.
Traubenplatz vor der Sanierungsmaßnahme
Traubenplatz nach der Sanierungsmaßnahme

Bitzer Steige mit Erweiterungen Bogenstraße und Opel Rieber (1991 - 2002)

Das Sanierungsgebiet Bitzer Steige ermöglichte die Aufwertung der nördlich an das Sanierungsgebiet Lederfabrik Unoth grenzenden Quartiere. Hier konnten durch die grundlegende Neuordnung des Areals mit dem heutigen Schlossbergcenter sowie weiteren Flächen entlang der Schmiechastraße, aber auch mit der Sanierung der Festhalle und der Neugestaltung der Hohenzollernstraße Akzente gesetzt werden, welche zur Aufwertung des Innenstadtbereichs Albstadts beitragen.


Stadtumbau West - Stiegel Nord
Das Quartier "Stiegel-Nord" im Stadtteil Tailfingen entstand in den 1950er und 1960er Jahren unter dem Eindruck eines Wohnraummangels. In kurzer Zeit entstanden so Wohngebäude mit einfachstem Ausstattungsstandard. In Folge des Bevöl-kerungsrückgangs durch den allgemein zu beobachtenden demographischen Wandel und den Strukturwandel in der Textil-industrie sank die Nachfrage insbesondere nach Wohnraum im Einfachststandard. Deshalb waren im Quartier Stiegel-Nord hohe Wohnungsleerstände zu verzeichnen, die durch eine Leerstandanalyse im Jahr 2003 bestätigt wurden.

Die Sanierungsmaßnahme auf einem Blick
Bewilligungszeitraum: 2003 bis 2007
Einwohner: ca. 700
Größe: Ca. 8,3 ha

Sanierungsverfahren:
Vereinfachtes Verfahren unter Ausschluss der §§ 152 – 156 BauGB (Vorschriften über die Erhebung von Ausgleichsbeträgen)
Die Vorschriften des § 144 BauGB finden Anwendung. Insbesondere die Veräußerung und die Belastung von Grundstücken stehen somit unter dem gesetzlichen Vorbehalt der Genehmigung durch die Stadt Albstadt.

Die Befragung der Bewohnerschaft im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchung zeigte aber auch massive Defizite im Bereich der Straßen- und Freiräume. Zudem wurde die mangelnde Nahversorgung augenfällig.

Neben den 116 rückgebauten Wohneinheiten in 10 Gebäuden der beiden Wohnungsunternehmen aswohnbau gmbh albstadt und Wohnungsbaugenossenschaft Tailfingen eG wurden insgesamt 130 Wohneinheiten in 14 Gebäuden von den beiden Unternehmen umfassend modernisiert. Zudem modernisierten zwei Privateigentümer insgesamt sieben Wohneinheiten in zwei Wohngebäuden umfassend.

Resultierend aus dem Rückbau dieser nicht mehr zu vermietenden Wohnblöcke, der Erstellung von attraktiven Einfamilienwohnhäusern an deren Stelle und der Schaffung zeitgemäßer Wohnverhältnisse wurde eine umfassende Aufwertung sowie eine nachhaltige Stabilisierung und somit eine Verbesserung der Wohnqualität für Familien und die im Umfeld wohnende Bevölkerung des Stadtquartiers Stiegel-Nord erreicht.
Ferner wurde die Akzeptanz des Gebietes durch breitere Bevölkerungsschichten sowie der dort ansässigen Einwohner verbessert und im Sinne einer Nutzungsdurchmischung erheblich gesteigert.
Auf der ca. 14.000 m² großen reaktivierten Fläche, die durch die in den Jahren 2005 / 2006 durchgeführten Rückbaumaßnahmen entstand, konnten 31 Bauplätze für Einfamilienwohnhäuser geschaffen werden.

 

 

 


Chronologie

2003
  • Aufnahme des Impulsprojektes "Stiegel - Nord" in das ExWoSt-Forschungsfeld – Stadtumbau West
2004
  • Vorbereitende Untersuchungen
  • Förmliche Festlegung durch Beschluss des Gemeinderates vom 24.06.2004
  • Aufstellungsbeschluss der Bebauungsplanänderung „Stiegel Nord“
  • Beschluss eines Sozial / Umzugsmanagements
2005
  • Abbruch der Gebäude Auf Stiegel 14-36 – aswohnbau gmbh, albstadt
  • Abbruch der Gebäude Auf Stiegel 31/33 – WBG Tailfingen
  • Modernisierung der Gebäude Auf Stiegel 19 und Schneiderstraße 3, aswohnbau
  • Modernisierung des Gebäudes Auf Stiegel 23, aswohnbau gmbh, albstadt
  • Modernisierung der Gebäude Auf Stiegel 15 und 50/52 sowie Schneiderstraße 23, WBG Tailfingen
  • Bürgerinformationsveranstaltung im Mai und September
  • Straßen- und Freiraumplanung, Jugendliche planen ihren Spielplatz
2006
  • Abbrüche der Gebäude Schneiderstraße 7-17 – aswohnbau gmbh, albstadt
  • Modernisierung der Gebäude auf Stiegel 42/44 und Auf Stiegel 38/40, 46/48 und 17, aswohnbau gmbh, albstadt
  • Modernisierung der Gebäude Auf Stiegel 27/29 und Gebäude Gärtnerstr. 1, Heubergstr. 21 und Schreinerstr. 2, WBG Tailfingen
  • Neugestaltung der Straßen „Auf Stiegel“ und „Schneiderstraße“
  • Neugestaltung der Spielplätze „Nord“ und „Mitte“
2007
  • Modernisierungsarbeiten an den Gebäuden Auf Stiegel 38/40, 46/48 und 17, aswohnbau gmbh, albstadt
  • Modernisierungsarbeiten an den Gebäuden Gärtnerstr. 1, Heubergstr. 21 und Schreinerstr. 2, WBG Tailfingen
2008/ 2009
  • Neubebauung EFH / Passivhaus durch die aswohnbau gmbh albstadt

Realisierte Maßnahmen
Freigewordene Fläche nach Rückbaumaßnahmen
Neubau der aswohnbau gmbh in der Schneiderstr.
Durch die in den Jahren 2005/2006 durchgeführten Rückbaumaßnahmen von 116 Wohneinheiten in 10 Gebäuden konnte eine Fläche von ca. 14.000 m² reaktiviert und hiermit 31 Bauplätze geschaffen werden.

Auf einem der Grundstücke wurde zwischenzeitlich von der aswohnbau gmbh albstadt ein Passivhaus mit Wärmerückgewinnung und einer Wohnfläche von ca. 117 m² auf 2 Etagen errichtet.

Auf Stiegel 23, vorher
Auf Stiegel 23, nachher
Neben den Rückbaumaßnahmen wurden umfassende energetische Modernisierungsmaßnahmen an insgesamt 130 Wohneinheiten in 14 Gebäuden (davon 82 Wohneinheiten im Eigentum der aswohnbau gmbh albstadt sowie 48 Wohneinheiten im Eigentum der Wohnungsbaugenossenschaft Tailfingen eG) durchgeführt.
Ferner wurden 7 Wohneinheiten in zwei Wohngebäuden von Privateigentümern umfassend energetisch modernisiert.
Straße „Auf Stiegel“ nach Neugestaltung
Schneiderstraße Mai 2006 während der Neugestaltung
Die umfangreiche Neugestaltung der Straßen Auf Stiegel und Schneiderstraße wurde 2006 abgeschlossen. Durch versetzte Längsparkstreifen wurde zu einer Verkehrsberuhigung und mit den begleitenden Bäumen insgesamt zu einer optischen Aufwertung beigetragen.
Spielplatz „Nord“ nach Umgestaltung
Neu entstandener Spielplatz „Mitte“
Im Rahmen der Sanierungsmaßnahme entstanden im Norden und in der Mitte des Quartiers zwei neue Spielplätze. Die Konzepte für diese Spielplätze wurden in Planungsworkshops mit Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen und der Kriminalprävention der Polizei im Herbst 2005 entwickelt. Der nördliche Spielplatz für ältere Kinder und Jugendliche ersetzt den alten vorhandenen und nicht mehr zeitgemäßen Spielplatz. Der Spielplatz „Mitte“ für Kleinkinder entstand neu.

Stadtumbau West

Sanierung Impulsprojekt Gewerbebrache Riedstraße
Die Gebäude der ehemaligen Textilfabrik "Rehfuß & Stocker" an der Riedstraße konnten seit der Insolvenz des Unternehmens Mitte der 1990er Jahre nicht mehr in ihrer eigentlichen Funktion durch Gewerbe genutzt werden. Durch ihre Baustruktur aber auch den Zustand der Gebäude war eine Nutzung durch Unternehmen nicht mehr möglich. Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage direkt an der Landesentwicklungsachse eignete sich das Areal aber insbesondere für eine gewerbliche Nutzung, die nur durch einen Abbruch der Gebäude der ehemaligen Textilfabrik Rehfuß & Stocker sowie der zugehörigen Lagerhallen und Schuppen zu erreichen war. Im Gebiet um die ehemalige Textilfabrik waren zudem weitere gewerbliche Brachen und Leerstände zu verzeichnen. Mit der Sanierungsmaßnahme wurden eine völlige Neuordnung des Areals und eine Wiedernutzung als Gewerbestandort erzielt.

Sanierung Impulsprojekt Gewerbebrach e Riedstraße
Die Sanierungsmaßnahme auf einem Blick
Bewilligungszeitraum: 2003 bis 2007
Größe: Ca. 3,7 ha

Sanierungsverfahren:
Vereinfachtes Verfahren unter Ausschluss der §§ 152 – 156 BauGB (Vorschriften über die Erhebung von Ausgleichsbeträgen)
Die Vorschriften des § 144 BauGB finden Anwendung. Insbesondere die Veräußerung und die Belastung von Grundstücken stehen somit unter dem gesetzlichen Vorbehalt der Genehmigung durch die Stadt Albstadt.
Ziel war es, für die Zukunft neue innenstadtnahe Gewerbeflächen in Stadtrandlage zu schaffen, um flexibel auf unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen der Einwohner, potenzieller Existenzgründer und Unternehmer reagieren zu können.

Durch die nachfolgend beschriebenen Neuordnungsmaßnahmen wurde im Sinne einer Flächenreaktivierung verhindert, dass freie und unbebaute Landschaftsflächen unnötig bebaut und damit versiegelt werden.

Übersichtsplan – Impulsprojekt Gewerbebrache Riedstraße

2003
  • Aufnahme des Impulsprojektes "Gewerbebrache Riedstraße" in das ExWoSt - Forschungsfeld – Stadtumbau West
2004
  • Vorbereitende Untersuchungen
  • Förmliche Festlegung durch Beschluss des Gemeinderates vom 26.04.2004
2005/ 2006
  • Rückbau der Fabrikgebäude „Rehfuß & Stocker“ mit Sprengung des Kamins
  • Rückbau der Gebäude Holzhaldenstraße 7 - 9
  • Neugestaltung von Straßenabschnitten und Stichwegen
2007
  • Rückbau des Gebäudes Holzhaldenstraße 15
  • Neubau Produktionshalle Steinmeyer
  • Neubau Firmengebäude Wessels & Müller
  • Neubau Verbindungsweg – Riedstraße / Hartmannstraße

Realisierte Maßnahmen
Mit dem Rückbau der ehemaligen Fabrikgebäude „Rehfuss + Stocker“ sowie der Gebäude in der Holzhaldenstraße konnten flexibel einteilbare Gewerbeflächen in verkehrsgünstiger Lage in Albstadt – Ebingen geschaffen werden.
Gebäude „Rehfuß & Stocker“ -
vor Rückbaumaßnahme
Holzhaldenstraße vor Rückbaumaßnahmen -
- Neubau einer Produktionshalle der Firma Steinmeyer -

Die Firma Steinmeyer, ein angrenzendes Unternehmen, hat einen Großteil der reaktivierten Fläche erworben und den 1. Bauabschnitt eines Erweiterungsbaus an das bestehende Firmenareal bereits im Jahr 2007 fertiggestellt. Zusätzlich zum bereits bestehenden Firmengebäude entstand ein rund 4000 m² großer Neubau.

Die derzeit noch unbebaute Fläche wird zur Standortsicherung für eine eventuelle spätere Betriebserweiterung vorgehalten.

Auf einer weiteren Fläche mit ca. 7.000 m² der ehemaligen Brachfläche eröffnete bereits im Oktober 2007 die Firma Wessels und Müller, ein in Albstadt ansässiger Autoteilezulieferer, sein neu erbautes Firmengebäude.

Reaktivierte Fläche nach Rückbaumaßnahmen
Neubau Firmengebäude „Wessels + Müller
Ein von der Stadt Albstadt neu ausgebauter Verbindungsweg zwischen der Riedstraße und der Hartmannstraße teilt die beiden Firmengelände.

Eine Grün- und Aufenthaltsfläche mit Sitzgelegenheit im Einmündungsbereich der Riedstraße trägt zur Aufwertung des Bereiches bei.


Stadtumbau West - Impulsprojekt Rehfuß + Stocker
Das Impulsprojekt „Rehfuß & Stocker, Innenstadt” liegt in zentraler Lage zwischen der Innenstadt Albstadt-Ebingens, dem Bahnhof und dem Standort der Hochschule und umfasst das brachgefallene Areal der ehemaligen gleichnamigen Textilfabrik. Das ehemalige Firmengebäude bestand aus drei Gebäudeteilen. Die Produktion in den Gebäuden wurde schon vor etwa 10 Jahren eingestellt. Das Grundstück war Bestandteil einer Insolvenzmasse.
Lageplan Impulsprojekt
Aufgrund der positiven Entwicklung der Hochschule Albstadt-Sigmaringen in den vergangenen Jahren und stetig steigenden Studentenzahlen stieg die Nachfrage nach geeigneten Studentenwohnungen in Albstadt. Über das Impulsprojekt „Rehfuß & Stocker, Innenstadt“ bestand die Möglichkeit, das brachgelegene Gelände für eine spätere Nutzung mit Studentenwohnungen vorzubereiten. Mit dem Angebot von Studentenwohnungen in dieser zentralen Lage kann der Hochschulstandort Albstadt deutlich aufgewertet werden.

Übersichtsplan – Impulsprojekt Rehfuß + Stocker, Innenstadt

Chronologie
2006
  • Aufnahme des Impulsprojektes "Rehfuß & Stocker, Innenstadt“ in das ExWoSt - Forschungsfeld – Stadtumbau West
2006
  • Förmliche Festlegung durch Beschluss des Gemeinderates vom 21.12.2006
2007
  • Modernisierung des bestehenden nördlichen Gebäudeteils und Einbau von 49 Studentenwohnungen
  • Rückbaumaßnahme des südlichen Gebäudeteils aus dem Jahre 1906
  • Neubaumaßnahme mit 33 Studentenwohnungen auf der reaktivierten Fläche
best. Gebäudeteil nach Einbau der Studentenwohnungen
Ein weiterer, nicht mehr sanierungsfähiger und nicht zur Umnutzung geeigneter Gebäudeteil aus dem Jahr 1906 wurde rückgebaut.
Rückbau des südlichen Gebäudeteils der ehemaligen Textilfabrik „Rehfuß & Stocker“
reaktivierte Fläche nach Rückbau
moderner Neubau mit 33 Wohnungen
Neubau und modernisierter Bestand
 
Auf dieser reaktivierten Fläche errichtete das Studentenwerk 2007 einen modernen Neubau in dem vorerst 33 Studentenwohnungen untergebracht sind.
Insgesamt wurden somit etwa 80 Studentenwohnungen geschaffen.
Hierdurch wird der Hochschulstandort Albstadt nachhaltig gestärkt und zudem ein weiteres belebendes Element für die Innenstadt geschaffen.

Stadtumbau West - Impulsprojekt Schlachthof
Erhalten blieb lediglich die Halle im nördlichen Bereich des Areals sowie das ehemalige Gaststättengebäude an der Ecke Sigmaringer Straße / Zieglerstraße. Dieses stadtbildprägende Gebäude wurde erhalten, saniert und neu genutzt. Zudem wurden entlang der Zieglerstraße neue Parkplätze hergestellt, die unter anderem durch die Besucher der Arbeitsagentur in der Schlachthofstraße genutzt werden können.


Übersicht zu den Abbrüchen: rot = Abbruch; grün = Erhalt

Mit den Abbrucharbeiten der leer stehenden ehemaligen Gebäude des Schlachthofes wurde im Mai 2007 begonnen. Die zum Abbruch vorgesehenen Gebäude sind zwischenzeitlich vollständig rückgebaut. Mit dem Abbruch der Gewerbebrache „Schlachthof“ konnte so im Sinne eines aktiven Gewerbebrachenrecyclings im Innenbereich in verkehrsgünstiger Lage neues Bauland geschaffen werden.
2007
  • Aufnahme des Impulsprojektes "Schlachthof" in das ExWoSt - Forschungsfeld – Stadtumbau West
2006
  • Erwerb des gesamten ehemaligen Schlachthofareals durch die aswohnbau gmbh, albstadt
  • Förmliche Festlegung durch Beschluss des Gemeinderates vom 07.02.2007
  • Rückbaumaßnahmen Schlachthof
  • Weiterveräußerung der gesamten reaktivierten Fläche an die Lebenshilfe Zollernalb e.V.
  • Modernisierung der ehemaligen Lagerhalle Zieglerstraße 13
  • Modernisierung des ehemaligen Gaststättengebäudes und
    Realisierung des modernen Anbaus
Abbrucharbeiten am Schlachthof
Nachdem die von der aswohnbau gmbh albstadt erworbenen Flächen freigeräumt waren, konnte mit der Lebenshilfe für Behinderte, Zollernalb e.V., relativ schnell ein Investor für das ehemalige „Schlachthofareal“ gefunden werden.

In dem ehemaligen Gaststättengebäude, das von der Lebenshilfe Zollernalb e.V. modernisiert und mit einem Anbau erweitert wurde, befinden sich Wohnappartements sowie ein Café mit Kreativbereich (Tagesstätte). Der moderne eingeschossige Anbau, in dem Praxis, Büro- und Behandlungsräume untergebracht sind, wurde 2007 seiner Bestimmung übergeben.

Gaststättengebäude vor Umbau
modernisiertes Gebäude mit neuem Anbau
neuer Anbau, von Osten
neuer Anbau, von Norden
In der ehemaligen Lagerhalle, Zieglerstraße 13, befindet sich nach umfangreichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen heute eine Werkstätte für Behinderte. Der Betrieb dieser Werkstätte wurde von der Lebenshilfe Zollernalb e. V. bereits Ende des Jahres 2007 aufgenommen.
Gebäude Zieglerstraße 13 vor der Modernisierung
Werkstätte für Behinderte, nach Umbaumaßnahmen

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