Kunstmuseum der Stadt Albstadt - Aktuelle Ausstellungen

DIALOG MIT DIX: Zipora Rafaelov
Frauen, Kinder, Blumen, Selbst  

Mit ihren filigranen Papierschnitten – Zeichnungen im Raum – stellt sich die israelische Künstlerin Zipora Rafaelov der Zeichenkunst von Otto Dix und einigen ihrer Themen: Frauen, Kinder, Blumen und immer wieder der Blick auf das eigene Ich. Die Ausstellung erinnert zugleich an den 125. Geburtstag von Otto Dix, einem der größten Zeichner des 20. Jahrhunderts.  

Otto Dix, am 2. Dezember 1891 in Untermhaus bei Gera (Thüringen) geboren, studierte nach einer Lehre als Dekorationsmaler von September 1910 bis August 1914 an der Großherzoglich-Sächsischen  Kunstgewerbeschule in Dresden. Nach dem Ersten Weltkrieg, den er an vorderster Front erlebte, studierte er ab 1919 an der Akademie der Bildenden Künste in Dresden als Meisterschüler von Max Feldbauer und Otto Gussmann. 

Ab 1922 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler von Heinrich Nauen; Beschäftigung mit Radierung bei Heinrich Herberholz   Zipora Rafaelov, 1954 in Beer-Sheva (Israel) geboren, studierte zunächst Journalismus und Ökonomie an der Universität Tel Aviv und von 1976-80 – neben einer Berufstätigkeit – in Abendkursen am Institute des Beaux-Arts in Bat-Yam. 1981-87 studierte sie an der Kunstakademie Düsseldorf, ab 1986 als Meisterschülerin. 2014 wurde ihr der „Rheinische Kunstpreis“ zuerkannt.  

Kuratorin: Dr. Veronika Mertens

Faltblatt zum Download 

BÄUME im Landschaftsbild der Schwäbischen Alb
Laufzeit: 13. März bis 16. Oktober 2016 

„DANIEL BRÄG – Kaltlandschaft“ 
Laufzeit: 13. März bis 11. September 2016 

Üppige Wälder zwischen Jurafelsen, markante Albbuchen, blühende Bäume und fruchtbare Streuobstwiesen – so abwechslungsreich wie die Landschaftseindrücke, die Künstler in Malerei und Grafik eingefangen haben, so vielfältig ist auch die Verbindung der Menschen mit den Bäumen, die sie durch die Jahreszeiten und die Phasen des Lebens begleiten. Die Ausstellung aus Beständen des Kunstmuseums der Stadt Albstadt zeigt eine Kunst- und Kulturgeschichte des Baumes, über mehr als drei Jahrhunderte hinweg bis in die Gegenwart.

Ausgehend von frühen Veduten, in denen Bäume für den Bildaufbau und die Rahmung des Landschaftseindrucks unerlässlich waren, rückt der Baum zunehmend als Sinnbild des Wachstums, des Todes und der menschlichen Erkenntnis in den Mittelpunkt. Im Baum und seinen Bestandteilen – Wurzel, Stamm, Zweige –reflektieren die Künstler über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines menschlichen Lebens.

Beim Rundgang durch die Ausstellung spiegelt sich im künstlerischen Spiel der Formen und ihren Metamorphosen der prägende Einfluss des Menschen - die Wahrnehmung von Natur und Bäumen wandelt sich durch mediale und kulturelle Einflüsse.

Künstler der Ausstellung: Ludmilla von Arseniew, Heiner Bauschert, Eugen Bracht, Daniel Bräg, Alexander Bremer, Peter Jakob Büttgen, Karl Caspar, Maria Caspar-Filser, Peter Dülberg, Andreas Felger, Klaus Herzer, Felix Hollenberg, Wilhelm Laage, Christian Landenberger, Heinrich Lotter, Matthäus Merian, Georg Alexander Morawetz, Waltraud Nell-Runnebaum, Caspar Obach, Käthe Rominger-Schneider, Karl Spöttl, Walter Strich-Chapell, Edmund Steppes, Robert Stieler, Lié Thélier, Brigitte Wagner, Kurt Weinhold, Wilhelm Friedrich Wendel, Klaus Wrage.

Daniel Bräg (*1964) untersucht und erforscht als zeitgenössischer Künstler in der Laborsituation des Museums die regionale Kulturlandschaft der Streuobstwiese. Seine Methoden reflektieren das Ordnen, Schichten, Aufbewahren und Systematisieren als Handlungsweisen, mit denen der Mensch den Kreislauf der Natur aufzuhalten oder zu beherrschen sucht. Wachsen, Blühen und Vergehen werden als natürliche Prozesse in Brägs Installation KALTLANDSCHAFT beleuchtet. Der Wandel wird beim wiederholten Besuch der Ausstellung anschaulich.

Kuratorin der Ausstellungen: Jeannette Brabenetz M.A. 

Einladung BÄUME im Landschaftsbild der Schwäbischen Alb zum Download
Einladung Daniel Bräg-KALTLANDSCHAFT zum Download
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