Kunstmuseum der Stadt Albstadt - Aktuelle Ausstellungen

MEISTERWERKE REIHENWEISE. Aus der Sammlung Walther Groz
Laufzeit: 18. Dezember 2016 bis 12. März 2017  

Mit der Stiftung ihrer privaten Kunstsammlung an die junge Stadt Albstadt legten der Ebinger Unternehmer Walther Groz (1903–2000) und seine Frau Lore am 14. Dezember 1976 einen der wichtigsten Grundsteine für das neue Kunstmuseum hoch oben auf der Schwäbischen Alb. Wenig später zählt es zu den bedeutendsten kommunalen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg. Rund 5.000 Werke umfasst die Sammlung Walther Groz, darunter über 300 Arbeiten auf Papier von Otto Dix.

Die Ausstellung stellt zeichnerische und druckgraphische Folgen in den Mittelpunkt: vom Expressionismus, darunter der berühmte Brücke-Katalog 1910, bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Dabei wird auch die charakteristische Doppelausrichtung der Sammlung deutlich, sowohl im Blick auf Dresden als wichtiges Kunstzentrum im 20. Jahrhundert, als auch im Blick auf wichtige Künstler der Region im Südwesten Deutschlands. Ausgehend von Otto Gussmann und Otto Dix, umfasst das Spektrum unter anderem Werke von Max Beckmann, den Künstlern der KG Brücke und Otto Lange bis hin zu Werken nach 1945, unter anderem von Gerhard Altenbourg, Eckhard Froeschlin, Dietrich Klinge, Hans Körnig, Alexander Johannes Kraut, Jürgen Palmtag, Karl Rössing, Rudolf Schoofs, Max Uhlig, Winand Victor und Werner Wittig.  

Kuratorin: Dr. Veronika Mertens

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Kerstin Franke-Gneuß. GRATWANDERUNG
Felix Hollenberg-Preis 2016
6. November 2016 bis 29. Januar 2017

Seit 1992 verleiht die Stadt Albstadt den Felix Hollenberg-Preis, gestiftet von Dr. Erika Schad-Hollenberg, der Tochter des Künstlers. In Erinnerung an den großen Maler-Radierer würdigt der Preis neue Wege in der Druckgraphik unter besonderer Berücksichtigung der Radierung.

Mit Kerstin Franke-Gneuß (*1959 Meißen) hat sich die Jury für den Felix Hollenberg-Preis 2016 auf eine Kandidatin geeinigt, die sich – wie der Namensgeber des Preises, Felix Hollenberg (1868-1945) – mit großer Leidenschaft der Radierung als ihrem ureigenen künstlerischen Medium verschrieben hat.  

Sie studierte von 1978 bis 1984 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden Malerei und Graphik und widmet sich der Radierung seit nunmehr 30 Jahren. Seit 1995 arbeitet und lebt sie im Dresdner Künstlerhaus Dresden-Loschwitz.    

Aus der Landschaft kommend, entwickelt Kerstin Franke-Gneuß eine gestisch-abstrakte Formensprache und gräbt Linien in Metall, die ihrer Wahrnehmung von Naturhaftem Ausdruck verleihen. Es sind dabei jedoch nicht nur bildhafte Eindrücke, sondern insbesondere sinnliche und intuitive Erfahrungen, die sie in ihren Radierungen verarbeitet. Der stetige Wandel, das Transitorische der Naturerfahrung, spiegelt sich in der wiederholten Bearbeitung durch Ätzung, Reservage, Kaltnadel und Aquatinta der zum Teil großformatigen Platten wider. Schwarz wird zum Gegenspieler des Lichts, die Vitalität der spannungsvollen Arbeiten zeugen von den stets sich erneuernden Kräften der Natur. 

Kuratorin: Jeannette Brabenetz M.A

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DIALOG MIT DIX: Zipora Rafaelov
Frauen, Kinder, Blumen, Selbst  
Laufzeit: 25. September 2016 bis 8. Januar 2017 

Mit ihren filigranen Papierschnitten – Zeichnungen im Raum – stellt sich die israelische Künstlerin Zipora Rafaelov der Zeichenkunst von Otto Dix und einigen ihrer Themen: Frauen, Kinder, Blumen und immer wieder der Blick auf das eigene Ich. Die Ausstellung erinnert zugleich an den 125. Geburtstag von Otto Dix, einem der größten Zeichner des 20. Jahrhunderts.  

Otto Dix, am 2. Dezember 1891 in Untermhaus bei Gera (Thüringen) geboren, studierte nach einer Lehre als Dekorationsmaler von September 1910 bis August 1914 an der Großherzoglich-Sächsischen  Kunstgewerbeschule in Dresden. Nach dem Ersten Weltkrieg, den er an vorderster Front erlebte, studierte er ab 1919 an der Akademie der Bildenden Künste in Dresden als Meisterschüler von Max Feldbauer und Otto Gussmann. Ab 1922 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler von Heinrich Nauen; Beschäftigung mit Radierung bei Heinrich Herberholz.

Zipora Rafaelov, 1954 in Beer-Sheva (Israel) geboren, studierte zunächst Journalismus und Ökonomie an der Universität Tel Aviv und von 1976-80 – neben einer Berufstätigkeit – in Abendkursen am Institute des Beaux-Arts in Bat-Yam. 1981-87 studierte sie an der Kunstakademie Düsseldorf, ab 1986 als Meisterschülerin. 2014 wurde ihr der „Rheinische Kunstpreis“ zuerkannt.  

Kuratorin: Dr. Veronika Mertens

Faltblatt zum Download 


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