Albstadt - Stadtteil Onstmettingen

Onstmettingen, dort wo die Schmiecha entspringt, ist der nördlichste Stadtteil von Albstadt. Gesegnet mit einer der schönsten Landschaften der Schwäbischen Alb ist Onstmettingen oft Ausgangspunkt für Wanderungen, gerade am Steilabfall der Schwäbischen Alb. Der Schwäbische Albverein hat rund um den Raichberg einen seiner Stützpunkte errichtet. Dies wird deutlich mit dem "Nägelehaus" als Wanderheim, dem Aussichtsturm mit seinem Blick zum Schwarzwald sowie zu den Alpen. Die "Fuchsfarm", das Jugendzentrum des Schwäbischen Albvereins, feiert in diesem Jahr sein 50. Zeltlager in Folge auf dem 1964 erworbenen Gelände.

Ausgrabungen und deren Funde belegen, dass Onstmettingen schon um 500 v. Chr. besiedelt war. Eine kürzlich gestaltete Ausstellung mit Grabfunden aus der Bronzezeit konnte dies anhand von wertvollen Fundstücken belegen.

In die eigentliche Geschichte tritt Onstmettingen im Jahre 1064 ein. Ein Graf von Habsburg vermachte dem Kloster Otmarsheim im Elsass eine Schenkung, darunter Besitz "Ansmutingen". 1403 kommt "daz dorff Anschmattingen" zusammen mit der Herrschaft Schalksburg an Württemberg. Vermutlich ist der Name Onstmettingen vom Vornamen Ansmut abgeleitet.

Wichtige geschichtliche Station von Onstmettingen war das Wirken von Pfarrer Philipp Matthäus Hahn von 1764 bis 1770. Seine ersten großen astronomischen Uhren baute Hahn in Onstmettingen. Mit dem Bau der Neigungswaage legte er den Grundstock für die Waagenindustrie, die bis heute in unserem Raum ihren Bestand hat. Ergänzt wurde die Waagenindustrie mit der Fertigung von Präzisionswerkzeugen. Im vorigen Jahrhundert kam die Textilindustrie dazu, die aber in den zurückliegenden Jahren ihre große Strukturkrise hinnehmen musste.

Im Jahr 1989 wurde in der ehemaligen Johanneskirche und späterem Fruchtkasten (vermutlich aus dem Jahr 940) das Philipp-Matthäus-Hahn-Museum eingerichtet, ein städtisches Museum, das ehrenamtlich von den Mitgliedern des "Arbeitskreis Kasten" betrieben wird.

Trotz der gesetzlichen Zusammenführung von Onstmettingen zum 1.1.1975 zur damals neuen Stadt Albstadt, hat sich Onstmettingen sein positives Eigenleben bewahrt. Daneben besteht aber eine konstruktive Mitarbeit im gemeinsamen Denken und Handeln der Stadt Albstadt. Ein überaus reges Vereinsleben zeichnet den Stadtteil aus.
Heute hat Onstmettingen rund 5.100 Einwohner.

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