19.11.2019  |  Flutlicht im Albstadion

Die Stadt denkt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch an die Umwelt


Um den Spielbetrieb auf Spiel- und Sportplätzen auch während der Dämmerung, bei Nacht und bei widrigen Wetterverhältnissen aufrecht halten zu können, ist eine energieeffiziente und kostensparende Platzbeleuchtung nötig. Selbst einfachste Trainingsanlagen bedürfen einer vom Fachmann durchdachten Lichtanlage.

Sportplätze werden meist noch mit veralteten, konventionellen Flutlichtanlagen beleuchtet. Das ist nicht nur kostenträchtig und vergeudet Energie. Die oft genutzten Quecksilberdampfleuchten sind bereits seit einigen Jahren gesetzlich verboten. Darüber hinaus sind marode Verkabelungen an den Lichtmasten keine Seltenheit. Lichter flackern oder fallen gar aus, der Sportplatz wird schlecht ausgeleuchtet, Ersatz für Leuchtmittel gibt es nicht mehr. All das kann die Verletzungsgefahr für die Sportlerinnen und Sportler auf dem Platz steigern.

Wegen der ausgehenden Gefahr von derartigen Lichtanlagen, wurde eine staatliche Förderung ins Leben gerufen, auch weil viele Betreiber solcher Plätze den finanziellen und organisatorischen Aufwand für den Umbau scheuen. Bezuschussbare Investitionen sind beispielsweise das gesamte Material einschließlich der Steuer- und Regelungstechnik, sowie die Installation durch qualifiziertes externes Fachpersonal. Bei der Platzbeleuchtung ist besonders darauf zu achten, dass auch Vorschriften und Grundlagen etwaiger Verbände und Ligen eingehalten werden.

Auf dem Rasensportplatz im Albstadion stand eine solche Flutlichtanlage aus dem Jahr 1965, die immer wieder ausfiel und einen hohen Energieverbrauch erzeugte. Deshalb beschloss die Stadt die Flutlichtanlage durch eine moderne LED-Lichtanlage zu ersetzen, denn LED Lampen sind hoch effizient. Sie benötigen weitaus weniger Energie als herkömmliche Lichtspender. Dadurch reduzieren LED-Flutlichtanlagen nicht unerheblich die jährlichen Anschlusskosten. Gleichzeitig sind moderne Außenbeleuchtungen auch noch wesentlich weniger anfällig für Fehler. LED Leuchtmittel sind zudem äußerst langlebig. Dadurch entstehen weniger Wartungs- und Reparaturkosten. Mit dieser Maßnahme verspricht man sich nicht nur mehr Verlässlichkeit, sondern auch Einsparungen, insbesondere beim Stromverbrauch von bis zu 70 %. Die geringere Lichtimmission schafft darüber hinaus ein harmonisches Zusammenleben mit den Nachbarn und der Natur.

Der Umbau wurde im Rahmen der kommunalen Sportstättenförderung des baden-württembergischen Kultusministeriums gefördert, weil die Freianlage sowohl für den Sportunterricht, als auch für den Übungs- und Wettkampfbetrieb von Sportvereinen geeignet ist. Die Kosten betrugen knapp 55.000 EUR, davon übernahm der Projektträger Jülich 10.000 EUR.

Ende Juli 2019 wurde die Anlage abgenommen und kann zukünftig für das Albstadion, bei maximalem Spielspaß durch gute Ausleuchtung genutzt werden.

  • Förderkennzeichen: 03K09438
  • Projektlaufzeit: 01.08.2018 – 31.07.2019
  • Projektträger: Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich GmbH, Postfach 61 02 47 - 10923 Berlin
  • gefördert durch: Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

 

 

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