Albstadt - Städtische Galerie - Vergangene Sonderausstellungen
PAPIER!

6. Juli bis 21. September 2008

PAPIER bildet die Grundlage der weit über 20.000 Werke im Besitz der Graphischen Sammlung der Galerie Albstadt. In dieser Ausstellung steht es als Medium, Material und Inspirationsquelle künstlerischer Arbeit im Mittelpunkt: vom Aquarellpapier bis zum Tiefdruckbütten, von der Collage bis zum Papierschnitt. Dabei erschließt sich eine faszinierende Bandbreite dieses heute scheinbar so alltäglichen Materials, in seinen materiellen Eigenschaften ebenso wie in seinen künstlerischen Möglichkeiten.
Aus der Sammlung der Galerie Albstadt und der hier beheimateten Sammlung Hartmann zeigen wir Arbeiten von Karin H. Bilyk, Gunter Damisch, Albrecht Dürer, Wolfgang Gäfgen, Katharina Hinsberg, Susanne Kessler, Susanne Maute, Matthäus Merian d.Ä., Jürgen Palmtag, Rudolf Schoofs, Linda Schwarz, Wolfgang Stifter, Gabriele Straub, Winand Victor, Herbert Zangs und anderen – sämtlich Arbeiten auf Papier, die wegen ihrer Lichtempfindlichkeit nur für begrenzte Zeit im Licht der Öffentlichkeit gezeigt werden können.

Aspekte sind u.a. „groß und klein“, die Welt der asiatischen Papiere, die Collage, aber auch Besonderheiten der Verwendung von Papier für druckgraphische Verfahren, für das Malen (vor allem beim Aquarell) und Zeichnen (u.a. bei verschiedenen Techniken wie Bleistift oder Rohrfeder und bei der Verwendung farbiger Papiere).
Diese Aspekte werden auf spannende und vielfältige Weise ergänzt durch Werke von Sabine K. Braun, Josef Bücheler, Angela M. Flaig, Eberhard Freudenreich, Armin Göhringer, Danuta Karsten, Andrea und Nikolaus Kernbach, Christofer Kochs, Sr. M. Pietra Löbl OSF und Hannelore Weitbrecht. In Abformungen, Buchobjekten, Faltungen, Papierschnitten und Rauminstallationen führen sie das Papier aus der zweiten in die dritte Dimension.
Papier birgt konservatorische Probleme. Stockfleck, Lichtrand und Tintenfraß bringen Museumsleute oft zur Verzweiflung. Auch diesen Aspekten des Papiers im Museum sowie der Geschichte des Papiers gilt eine kleine Dokumentation.
Eine eigene Abteilung ist Otto Dix gewidmet. Eine Auswahl aus der bedeutenden Albstädter Dix-Sammlung zeigt Werke auf Papier aus dem Ersten Weltkrieg im Soldatentornister-format, Klein- und Großformatiges von der Skizze bis hin zum gezeichneten Gemäldekarton, vom klassischen Ingres-Bütten bis hin zum wiederverwendeten Makulaturbogen.

 
Gabriele Straub
"Pflanzenreich33"
Collage



Andrea Kernbach
document 2007/a



Josef Bücheler
Aus dem "Bodenseezyklus" 2006
Graphik auf mehreren Lagen Bütten

Auch andere wichtige Abteilungen der Galerie Albstadt wie „Christian Landenberger“ und „Das Landschaftsbild der Schwäbischen Alb“ wurden teilweise in die Ausstellung integriert.
Auf spielerische Art und Weise leitet die Museumsrallye „Tour de Papier“ durch die Ausstellung „PAPIER!“, geeignet für Schulklassen ebenso wie für Einzelbesucher während der großen Ferien. Teilnahmebögen sind ab 12. Juli an der Museumskasse erhältlich. Auch in den weiteren Sonderveranstaltungen dreht sich alles um Papier – von der Herstellung aus Holz oder Lumpen bis zur Rettung vor dem Verfall durch die Künste der Papierrestauratoren, von der „Fühlstraße” bis zum plastischen Formen und Exkursionen zur historischen und zur modernen Papierproduktion.

Für freundliche Unterstützung danken wir
dem Galerieverein Albstadt e.V., der Firma Römerturm Feinstpapiere und der Volksbank Ebingen eG

Galerie Albstadt - Sonderausstellungen

PAPIER und PAPPE
Schulkunstausstellung – Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Parallel ist im 3. Obergeschoss die Schulkunstausstellung „PAPIER und PAPPE“ mit ausgewählten Schülerarbeiten aus dem Zollernalbkreis zu sehen.

Organisiert vom Landesinstitut für Schulsport, steht sie unter der Obhut des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

Mit dieser Zusammenarbeit setzt die Galerie bewusst ein museumspädagogisches Zeichen für den Bildungsauftrag der Museen mit dem Ziel, auf hohem Niveau auch jungen Leuten den Zugang zu alter und aktueller, zeitgenössischer Kunst zu öffnen.

 
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