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Dauer der Ausstellung: Vom 6. Dezember 2009 bis zum 25.
Juli 2010
Katharina Krenkel ist eine der wenigen Bildhauerinnen Deutschlands,
die fast ausschließlich mit Wolle arbeitet. In ihrer künstlerischen
Praxis bevorzugt sie eine der ältesten bis heute überlieferten
Kulturtechniken: Das Häkeln.
Katharina Krenkel:
Wollbiotope von aussterbenden Häkelarten, Wolle, Glas, 2009,
Foto: Richard Serra
Die Ausstellung „Schöpfungsgeschichte“ erzählt
von der Erschaffung einer Welt im Privaten, von der Entstehungsgeschichte
eines ganz persönlichen Kosmos aus Wolle. Dabei kreisen Krenkels
eigenwillig anmutende Werke dennoch um ganz universelle Fragen,
wie z. B. nach dem Anfang und Ende der Welt, nach der Evolution
der Menschheit, nach den elementaren Grundlagen unserer Existenz,
aber auch nach den ökonomischen und ökologischen Bedingungen,
die den Fortbestand der Zivilisation sichern.
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So sind es insbesondere Arbeiten wie
„Mama und Fötus“, „Aus 1 mach 6“
und „Aus 6 mach eins“, durch die Verbindungen, Beziehungsgeflechte
oder gar wechselseitige Abhängigkeitsverhältnisse
gestalterisch aus verschiedenen Perspektiven durchgespielt werden.
Durch die Komposition scheinbar konträrer Bedeutungsträger
werden, wie in den Objekten „Kernspaltung“ und „Kernforschung“,
harte wissenschaftliche Erkenntnisse in die weiche Materie der
Wolle überführt. Mit ihren „soft sculptures“
dringt Krenkel so in normalerweise als typisch männlich
konnotierte wissenschaftliche, und vor allem in künstlerische
Bereiche ein, die allgemein mit harter körperlicher Arbeit
und mit widerstandsfähigen Materialien wie Stein oder Holz
assoziiert werden. |
Katharina
Krenkel: Mama und Fötus, Wolle, 2004 (Foto: Richard
Serra)
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Krenkel spielt auf reflektierte und ironische Art und Weise mit
den noch heute bestehenden Bedeutungszuweisungen an Material und
Technik. Vermeintliche Gegensätze von harter und weicher Materie,
innen und außen, kalt und warm, aber auch von männlich
und weiblich existieren in den Arbeiten Krenkels nicht nebeneinander,
sondern werden von ihr in einem systematischen, d.h. wechselseitig
bedingten Miteinander, anschaulich vorgeführt.
Katharina Krenkel (geb. 1966, in Buenos Aires) ist seit ihrem Design-Diplom
1993 an der Hochschule für bildende Kunst Saar als freischaffende
Künstlerin tätig. Ihre Woll-Arbeiten und Linoldrucke wurden
auf Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz und Luxemburg gezeigt
und sind heute in öffentlichen Sammlungen in Albstadt, Ludwigsburg
und Saarbrücken vertreten.
Während der Ausstellung wird ein umfangreiches Begleitprogramm
geboten. Information und Anmeldung für Manager-Workshops, Sonderführungen
und Kinderveranstaltungen erhalten Sie wie gehabt unter Tel.: 07431-160-1491
sowie unter museum@albstadt.de.
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