Zupfinstrumente

Zur Familie der Zupfinstrumente gehören neben Harfe, Gitarre, Laute und Mandoline auch verschiedene Volksmusikinstrumente wie Zither (besonders im Alpenraum), Balalaika (Russland), Banjo (Amerika) und Saz (vom Balkan bis Afghanistan). 

Gitarre
Sie ist nach wie vor eines der beliebtesten Instrumente bei Musikliebhabern jeden Alters. Ihre historischen Wurzeln reichen bis ins 2. Jahrtausend v.Chr. zurück. Um 700 v. Chr. kam  sie mit den Arabern über Spanien nach Europa. Die klassische Gitarre erhielt ihre heutige Form durch den spanischen Gitarrenbauer Antonio Torres in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie hat einen flachen Boden, eine flache Decke, geschwungene Seiten (Zargen), ein rundes Schallloch und sechs Saiten. Der Steg ist flach – die Saiten können also nicht gestrichen werden. Die Bünde auf dem Griffbrett erleichtern die richtige Fingerhaltung und die „Treffsicherheit“. Die Griffe werden mit allen vier Fingern der linken Hand, manchmal auch zusätzlich mit dem Daumen gesetzt. Die rechte Hand zupft oder schlägt die Saiten: Man kann dazu auch ein Plektrum (das ist ein Plättchen aus Kunststoff, Schildpatt oder Filz) nehmen. Gitarren gibt es in verschiedenen Größen und Qualitäten. Grundsätzlich unterscheidet man die Gitarre mit Nylonsaiten (klassische Gitarre) von ihrer Schwester mit Stahlsaiten (akustische oder Westerngitarre). Die Kindergitarre unterscheidet sich nur in Größe und Saitenbespannung von einer normalen akustischen Gitarre. Das Instrument findet vor allem  in der klassischen Musik, der Volksmusik und in der Folklore Verwendung. Aber auch in Pop, Jazz und anderen Musikrichtungen erfreut sie sich vor allem wegen ihrer Vielseitigkeit großer Beliebtheit. 

Beginn: je nach Körpergröße und feinmotorischer Geschicklichkeit ab ca. 6 Jahren mit einer Kindergitarre
Unterricht: Einzeln oder in der Gruppe, für Erwachsene auch Flex-Unterricht, Leihinstrumente für den Anfangsunterricht stehen zur Verfügung  

 

Elektrische Gitarre
Sie wird auch E-Gitarre oder „Stromgitarre“ genannt. Im Gegensatz zur akustischen Gitarre hat sie keinen Resonanzkörper zur Verstärkung – vielmehr wird er teilweise oder ganz durch elektrische Verstärker ersetzt. Das erlaubt auch eine größere Vielfalt an Formen des Gitarrenkörpers. Der Entwicklung des Instrumentes lag der Wunsch zugrunde, eine größere Lautstärke zu erzielen, da z.B. in der Jazzmusik die Gitarristen Mühe hatten, sich neben den Bläsern oder auch nur einem einzelnen Klavier zu behaupten. Gespielt wird die E-Gitarre vorwiegend mit Plektrum, aber auch Fingerpicking ist möglich. Ihre Verwendung findet sie hauptsächlich in modernen Musikstilen wie Rock, Pop, Jazz, Blues und Country vor. 

Beginn: ab ca. 12 Jahren, bewährt hat sich der Weg zur E-Gitarre über die klassische Gitarre
Unterricht: Einzeln oder in der Gruppe, für Erwachsene auch Flex-Unterricht  

 

E-Bass
Er ist zumeist aus Holz gefertigt und gibt nur leise Töne von sich. Deshalb muss er wie die E-Gitarre verstärkt werden. Während sein Kollege aus der Streicherfamilie, der Kontrabass, aufrecht stehend zum Klingen gebracht wird, hängt der E-Bass (mittels Tragegurt über der Schulter) im 45° Winkel vor dem Körper des Spielers. Die Saiten des Instrumentes sind dicker als die der E-Gitarre. Die meisten E-Bässe haben vier Saiten, es gibt aber auch fünf-, sechs- und siebensaitige Modelle. 

Beginn: ab ca. 12 Jahren, bewährt hat sich der Weg zum E-Bass über die klassische Gitarre
Unterricht: Einzeln oder in der Gruppe, für Erwachsene auch Flex-Unterricht

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