Albstadt - Kultur - Partnerstadt Chambéry - Formen der Begegnung
AlbChéry geht in die zweite Runde
 
Empfang auf dem Rathaus von Chambéry bei Bürgermeister Michel Dantin (Bildmitte)   
 
Beim Konzert im Auditorium der Cité des Arts  
 
Die Leiterin der Cité des Arts, Mireille Poulet-Mathis bedankt sich bei den verantwortlichen Organisatoren. Mitte:  Dirigent Sebastian Rathmann. Sonia Diemunsch (vorne links) übersetzt professionell.  
 
   
 
Dirigent Fabrice Lelong  
Anlässlich der Fortsetzung des im Frühjahr 2017 ins Leben gerufene Orchesterprojekts „AlbChéry“ reiste jüngst über ein verlängertes Wochenende eine 31 köpfige Reisegruppe aus Albstadt nach Chambéry. Im gemeinsamen Reisebus saßen 25 junge Musikerinnen und Musiker der Jugendorchester des Musikvereins Onstmettingen und des Städtischen Orchesters Albstadt im Alter von 10 – 25 Jahren mit ihrem musikalischen Leiter, MD Sebastian Rathmann.
Den zweiten Teil der Reisegruppe bildete eine offizielle Delegation mit Vertretern des Kulturamtes und des Arbeitskreises Chambéry. Darunter Kulturamtsleiter Martin Roscher, Bettina Leichtle, Geschäftsführerin des AK Chambéry und dessen erster Vorsitzender, Dr. Hans-Joachim Hofmann.

Die Albstädter Gäste wurden gewohnt herzlich von den mittlerweile zu Freunden gewordenen Gastgebern empfangen, bevor es zum offiziellen Empfang durch Bürgermeister Michel Dantin ins Rathaus von Chambéry ging. Auch Martin Roscher betonte den Stellenwert dieses einzigartigen Kooperationsprojekts im Rahmen der Städtepartnerschaft und bedankte sich bei den verantwortlichen Organisatoren des Austausches, dem Jugendausschuss des Musikvereins Onstmettingen sowie bei den beiden Dirigenten Sebastian Rathmann und Fabrice Lelong und der Leiterin der Cité des Arts, Mireille Poulet-Mathis. Es sei schön zu sehen, wie lebendig und jung unsere Städtepartnerschaft ist. Daher werde das Projekt auch vom Kulturamt bzw. dem AK Chambéry organisatorisch und finanziell gefördert.

Grundlegendes Kriterium der Partnerschaftspflege ist die persönliche Begegnung zwischen den Bürgerinnen und Bürgern der beiden Partnerstädte. Daher waren auch diesmal wieder durchweg alle Reiseteilnehmer in französischen Gastfamilien untergebracht, was wunderbar funktionierte. Auch die, die erstmals am Austausch teilnahmen und zunächst Bedenken hinsichtlich Verständigung und familiärer Unterbringung hatten, waren letztlich begeistert vom reibungslosen und gastfreundlichen Miteinander.

Wie bereits im vergangenen Jahr in Albstadt, blieben den Musikerinnen und Musikern des deutsch-französischen Projektorchesters nur zwei Tage Zeit, um sich gemeinsam auf den Höhepunkt des Austausches, das Gemeinschaftskonzert am Montagabend im Auditorium der Cité des Arts, vorzubereiten.
Auch wenn Musik bekanntlich keine Grenzen kennt, so war es trotzdem ein großer Gewinn, dass die Albstädter Flötistin Sonia Diemunsch fließend Französisch spricht und die Anweisungen der beiden Dirigenten quasi simultan übersetzen konnte.

Das Gemeinschaftskonzert des Albstädter Jugendorchesters und der „L´Harmonie Junior du Conservatoire de Chambéry“, das im Wechsel von den beiden Dirigenten einfühlsam geleitet wurde, avancierte zum fulminanten Höhepunkt des gelungenen Wochenendes.
Unter dem Motto „Hereos“ boten die in bunten T-Shirts gekleideten jungen Akteure dem Publikum eingängige Filmmelodien aus Pocahontas und Game of Thrones, um nur zwei Stücke des kurzweiligen Konzertprogrammes zu nennen. Ein musikalisches Highlight war „Around the world in 80 days“. Das Publikum durfte mit dem Projektorchester „AlbChéry“ gleich zwei Mal um die Welt reisen, nachdem unter Standing Ovation weitere Zugaben gefordert wurden. Nach dem Konzert hatte die Association (der Städtepartnerschaftsverein auf französischer Seite) ein kulinarisches Buffet vorbereitet, bei dem noch reichlich Zeit zum Austausch und Schmieden von Zukunftsvisionen blieb.

Parallel zu den Probenarbeiten des „AlbChéry-Orchesters“, absolvierte die städtische Delegation ein nicht weniger umfangreiches Programm. Im Vordergrund standen Arbeitsbesprechungen und Teamsitzungen, bei denen die aktuell anstehenden Begegnungen und Austauschprojekte besprochen wurden. Hierbei ging es konkret um die Teilnahme Albstadts am „Festival du premier roman“, beim „Marché des Continents“, dem „Weekend Culinaire“ und um eine Kooperation des Kunstmuseums der Stadt Albstadt mit dem Musée des Beaux Arts. Darüber hinaus fanden weitere Planungsgespräche hinsichtlich des 40jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums 2019 statt. Aber auch Geselligkeit und Freundschaftspflege kamen nicht zu kurz. So rundeten gemeinsame Ausflügen ins nahe gelegene Aix les Bains, zu der Abtei Hautecombe und dem Croix du Nivolet das Rahmenprogramm ab, das die Association unter Federführung ihrer ersten Vorsitzenden Birgit Trasser organisiert hatte.

Mit Blick auf die vielen, aktuellen Projekte, bei denen ein baldiges Wiedersehen garantiert ist, fiel dann auch der Abschied am Dienstagmorgen nicht schwer.

Ebenso wird auch das „AlbChéry-Projekt“ im kommenden Jahr seine Fortsetzung finden, bei dem weitere Musikerinnen und Musiker der Albstädter Orchester herzlich willkommen sind.

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